29-Jähriger fiel vom Güterzug und ging auf den Gleisen
Notbremsung wegen Bahn-Surfer

Einen solchen Regionalexpress brachte der Bahn-Surfer durch seinen Gleisspaziergang zum Stehen - ein lebensgefährliches Experiment. Bild: Huber
In letzter Sekunde kam am Donnerstag gegen 10.15 Uhr der Regionalexpress 3513 von Schwandorf in Richtung Nürnberg etwa einen Kilometer vor dem Bahnhof Neukirchen zum Stillstand: Die 25-jährige Triebwagenführerin hatte einen Fußgänger im Gleisbett entdeckt und eine Notbremsung eingeleitet.

Die junge Frau konnte den am Kopf stark blutenden Mann schließlich noch auf freier Strecke dazu bewegen, in den Zug einzusteigen, um ihn bis zum Bahnhof Neukirchen mitzunehmen. Dort übernahmen dann Polizei und Rettungsdienst den Verletzten, der mit erheblichen, aber nicht lebensbedrohlichen Verletzungen ins St.-Anna-Krankenhaus kam. Bei einer Befragung des 29-jährigen belarussischen Staatsangehörigen (er wohnt in einer Einrichtung im südlichen Landkreis) stellte sich heraus: Er war wohl zuvor auf einem von Amberg in Richtung Nürnberg fahrenden Güterzug verbotswidrig mitgereist. Die Kopfverletzungen hatte sich der Mann dann beim Sprung oder Herunterfallen vom Güterzug kurz vor Neukirchen zugezogen.

Den Bahn-Surfer erwartet nun ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren. Dieses führen die Ermittler der Bundespolizei. Zeugen werden gebeten, sich mit der Bundespolizeiinspektion Waldmünchen, 09972/94 080, in Verbindung zu setzen.
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