34 Feuerwehren gratulieren

Drei Festdamen trugen auf dem Kirchenzug die Fahnenbänder, die im Verlauf des Gottesdiensts übergeben wurden. Dahinter ist die Fahne der Steinlinger Feuerwehr zu sehen.

Unhöfliche Leute sind die Steinlinger nicht. Es waren ganz einfach Sachzwänge, warum sie ihre Gäste am Pfingstsonntag erst einmal draußen stehen ließen. Um einen Kirchenzug mit 34 Feuerwehren aufzustellen, reicht der Platz im Dorf eben nicht aus.

Das 125-jährige Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Steinling erfreute sich am verlängerten Pfingstwochenende einer großen Resonanz. 34 Feuerwehren aus dem Landkreis feierten mit; viele Ehrengäste und Freunde gesellten sich dazu.

Rockiger Auftakt

Bereits am Samstag ging es los mit einem Rockabend für alle Jugendlichen und Junggebliebenen. Im Festzelt gaben Reckless als Anheizer und danach die Hauptgruppe Luke 2 ihr Bestes. Das Zelt war gefüllt und alle Anwesenden begeistert. So fiel es einigen schon schwer, am Sonntagmorgen rechtzeitig zum Kirchenzug aus den Federn zu kommen.

Aufstellen mussten sich die Teilnehmer dazu vor dem Dorf, da 34 Feuerwehren viel Platz brauchen. Zuerst holten die Jubilare, begleitet von der Werkvolkkapelle Schlicht, ihre Paten von der Feuerwehr Weißenberg ab. Ein Küsschen in Ehren für die Vorsitzende der Weißenberger und ein bisschen feuchtes Material zur Stärkung waren inbegriffen.

Landrat Richard Reisinger und Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl waren am Sonntag als Ehrenschirmherr und Schirmherr unterwegs. Alles, was Rang und Namen in der Führung der Landkreisfeuerwehren hat, Gemeinderäte und viele Ehrenmitglieder der heimischen Wehr und Ehrengäste reihten sich ein. Voller Stolz zeigten sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Steinling mit ihren Festdamen.

Auf dem Zug durch Steinling in Richtung Sinnleithen und zum Dorfplatz zurück grüßten viele Zuschauer vom Straßenrand aus die Teilnehmer. In der Dorfmitte war alles bereitet für den ökumenischen Gottesdienst mit Pfarrerin Ulla Knauer und Diakon Peter Bublitz. Der Einzug der Wehren mit den Fahnenträgern, die sich neben dem Altar postierten, bot einen imposanten Anblick.

"Mach Dein Kind stolz"

Der evangelische Posaunenchor Edelsfeld begann den Gottesdienst mit einer mächtigen Intrade. Beide Geistlichen sprachen von der Freude des Pfingstfests. Sie dankten für die Gemeinschaft und jeden glücklichen Einsatz aller Feuerwehren. Der Leitspruch "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" war das Thema der Predigt von Pfarrerin Knauer. Sie zitierte die Kampagne "Mach Dein Kind stolz. Komm zur Freiwilligen Feuerwehr!". Anhand des Gleichnisses vom barmherzigen Samariter zeigte Knauer auf, dass ohne die Bereitschaft, sich in jemand hineinzuversetzen, keine Hilfe möglich ist. Diese Grundüberzeugung brächten die Feuerwehrleute mit und setzten sich so für ihre Heimat ein.

Fahnenbänder überreicht

Im Gottesdienst überreichte Eva Pilhofer für die Patenwehr Weißenberg mit einem Prolog das Fahnenband "Zum 125-jährigen Gründungsfest". Sabrina Winter bedachte im Gegenzug die Patenwehr. Zuletzt heftete Annika Wolf das Fahnenband der Festdamen an die Fahne der Feuerwehr Steinling.

Zu Mittag kamen Ochs am Spieß sowie Gegrilltes auf den Tisch. Der Vorsitzende der Feuerwehr Steinling, Richard Winter, dankte allen, die zum Gelingen des Fest beitrugen. Kaffee und Kuchen überbrückten den Nachmittag. Am frühen Abend spielte die Gruppe G'soucht und G'funna auf, die viele Musikanten aus Steinling und Umgebung in ihren Reihen hat. Die Zupfer-Moidln trugen ihren Teil bei zu einem zünftigen Steinlinger Dorfabend.
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