350 Siemens-Mitarbeiter streiken am Freitagvormittag
Nur eine Provokation

Kemnath. (stg) "WIR für mehr Geld im Sack!" - so lautete das Motto beim Warnstreik bei Siemens am Freitag: Von 600 aufgerufenen Beschäftigten legten rund 350 die Arbeit von 9.12 bis 9.49 Uhr nieder.

Als Hauptredner war 2. IG-Metall-Bevollmächtigter Udo Fechtner gekommen. "Dies ist kein Ritual, sondern unser gutes Recht", sagte er. "Wir müssen unseren Forderungen - 5,5 Prozent mehr Lohn, bessere Altersteilzeit und Bildungsteilzeit - Nachdruck verleihen, da sich die Arbeitgeber bislang nur mit einem nicht akzeptablen Angebot in die Verhandlungen eingebracht haben." Demnach solle es zunächst zwei Monate keinen Cent und danach "kümmerliche" 2,2 Prozent mehr geben, Anspruch auf Altersteilzeit nur für besonders Belastete und keine finanzielle Unterstützung für die Weiterbildung. "Dies ist kein Angebot, sondern eine Provokation", so Fechtner.

IGM-Vertrauensfrau Diana Seifert sowie die Betriebsräte Harald Tretter und Wolfgang Drechsler hatten zuvor die "Warnstreikenden" begrüßt. "Es wird in Zukunft nicht nur wegen der Tarifrunde nicht einfacher werden", prophezeite Tretter und verwies auf die Ausgliederung von Siemens Healthcare als künftig eigenständiges "Unternehmen im Unternehmen".
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.