50-jähriges Jubiläum - Behinderten- und Versehrtensportverein ernennt Otto Götz zum ...
Mitglieder lassen Sport ruhiger angehen

"Otto Götz (Fünfter von rechts) ist einer der Motoren des Vereins", brachte Josef Bergler (hinten, Mitte) die Verdienste des neuen Ehrenmitglieds auf den Punkt. Zusammen mit Vertretern aus der Politik, dem VdK und der Bezirksleitung ehrte er zudem Elisabeth Wißgott, Margarete Beer und Karl Mark beim 50-jährigen Jubiläum des Behinderten- und Versehrtensportvereins für langjährige Mitgliedschaft. Bild: mlb
Windischeschenbach. (mlb) "Die Freude am Behindertensport im Verein hilft, manche körperliche Beeinträchtigung oder Bewegungseinschränkung leichter zu ertragen", bestätigte Josef Pohl aus eigener Erfahrung. Daher freute es den Bezirkssportwart aus Flossenbürg umso mehr, dem Behinderten- und Versehrtensportverein Windischeschenbach Glückwünsche zum 50-jährigen Jubiläum auszusprechen.

"50 Jahre Vereinsleben sind gleichbedeutend mit 50 Jahren intensiver Arbeit und Engagement im Ehrenamt", zollte er den treuen Mitgliedern und dem langjährigen Zusammenhalt Respekt. Mit Otto Götz, der für 50-jährige Mitgliedschaft sowie 40-jährige Übungsleitertätigkeiten geehrt und zum Ehrenmitglied ernannt wurde, erhielt dieses intensive Engagement zugleich einen Namen.

Jubilar verstorben

Darüber hinaus lobte Vorsitzender Josef Bergler auch die Treue von Elisabeth Wißgott, Margarete Beer sowie Karl Mark. Diese zeichnete er zusammen mit Bürgermeister Karlheinz Budnik für 30- und 25-jährige Zugehörigkeit aus. Karl Münchmeier, der als letztes Gründungsmitglied ebenfalls zum Ehrenmitglied ernannt werden sollte, wurde leider am Tag der Jubiläumsfeier zu Grabe getragen. Ihm gedachten die zahlreichen Anwesenden im "Weißen Schwan" mit einer Schweigeminute.

"Der Behinderten- und Versehrtensportverein ist eine gute Sache", betonte Budnik. Er erinnerte daran, dass der Verein schon bei der Gründung 1964 ein Zeichen gesetzt habe, in dem er einer Randgruppe in der Bevölkerung - seinerzeit nur die Kriegsversehrten, später dann auch die Zivilbehinderten - eine Sportmöglichkeit angeboten und sie so am Leben teilnehmen ließ.

In einem kurzen Rückblick zeigte Vorsitzender Bergler die bewegte Vereinsgeschichte nach, die am 23. April 1964 begann - damals noch als "Untere Abteilung" der Spielvereinigung Windischeschenbach. Stolz zählte er dabei die Sparten auf, die im Laufe der Jahre angeboten wurden, angefangen von Mannschaftsspielen wie Sitz-, Prell-, Volley- oder Faustball über Gymnastik und Schwimmen bis hin zu Kegeln und Hallenboccia. Letzteres wird aktuell noch aktiv betrieben, während die anderen mangels geeigneter Mitglieder oder passender Räumlichkeiten wie im Falle des Schwimmens nicht mehr angeboten werden.

Hohes Durchschnittsalter

Bei der Rückschau bleiben die zahlreichen sportlichen Erfolge bei Vereins- oder Bezirksturnieren nicht unerwähnt. Bergler dankte zugleich Dr. Edgar Zrenner und Dr. Phillip Gröner für die medizinische Versorgung in all den Jahren. "Zwischen 1970 und 1982 hatten wir sogar eine Jugendgruppe", stellte der Vorsitzende heraus. Unter Leitung von Götz ertüchtigten sich die damals 33 Jugendlichen mit Gymnastik und Wassergymnastik.

Mittlerweile ist Bergler, nach eigenen Angaben, leider einer der jüngsten im Verein. Doch auch wenn das Durchschnittsalter deutlich gestiegen ist und man beim Sport etwas langsamer zur Sache geht, hindert das die Mitglieder nicht, bei gemeinsamen Busreisen, Tagesfahrten, Radtouren und Zoiglabenden die Geselligkeit zu pflegen.
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