50-jähriges Jubiläum im Wasserwerk
Wasser als Lebenselement

Das Wasserwerk des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Pretzabrucker Gruppe steht im Schwarzenfelder Ortsteil Asbach. Von hier aus werden aktuell mehr als 4300 Einwohner im Verbandsgebiet und bei den als "Wassergäste" angeschlossenen Gemeinden versorgt. Dazu fließen pro Jahr etwa eine Viertelmillion Kubikmeter Wasser. Bild: abw

Der Zweckverband zur Wasserversorgung der Pretzabrucker Gruppe besteht seit 50 Jahren. Er liefert jährlich eine Viertelmillion Kubikmeter qualitativ gutes Trinkwasser. Wegen des Jubiläums ist ein "Tag der offenen Tür" im Wasserwerk in Asbach.

Der Verband beliefert aktuell mehr als 4300 Einwohner im Verbandsgebiet und bei den als "Wassergäste" angeschlossenen Gemeinden. Über die 1150 Hausanschlüsse des Verbandes und die Verteileranlagen der Wassergäste fließen pro Jahr etwa eine Viertelmillion Kubikmeter Trinkwasser zu den Haushalten und Betrieben.

Aus zwei Tiefbrunnen (69 und 97 Meter) bei Asbach wird das Wasser aus dem Grundwasservorrat der "Bodenwöhrer Senke" gefördert. Nach der Aufbereitung im Wasserwerk Asbach wird es via Fernleitungen zu den Hochbehältern Altfalter (1200 Kubikmeter) und Dürnersdorf (400 Kubikmeter) gepumpt. Rund 100 Kilometer messen die Hauptleitungen und Hausanschlüsse.

1964 gründeten die Gemeinde Altfalter mit den Ortschaften Altfalter, Auhof und Furthmühle, die Gemeinde Kronstetten mit den Orten Charlottenhof, Freihöls, Holzhaus und Lindenlohe, die Gemeinde Pretzabruck mit den Orten Asbach, Pretzabruck, Traunricht und Zilchenricht, die Gemeinde Schwarzach b. Nabburg mit den Orten Schwarzach und Wölsendorf und die Gemeinde Zangenstein mit den Orten Meischendorf und Zangenstein den Zweckverband zur Wasserversorgung der Pretzabrucker Gruppe. Der Markt Schwarzenfeld beteiligte sich mit dem Gemeindeteil Schwaig. Noch im Gründungsjahr schlossen sich die Gemeinde Willhof mit den Ortschaften Willhof, Stabhof und Unterkonhof und die Gemeinde Weiding mit der Ortschaft Richt dem Verband an.

Neue Orte kommen hinzu

Mit einem Kostenaufwand von nahezu fünf Millionen Mark errichtete der Verband zwischen 1964 und 1966 die Wasserversorgungsanlage mit seinerzeit einem Tiefbrunnen, der Aufbereitung und dem 600 Kubikmeter fassenden Hochbehälter in Altfalter. Nach der Gebietsreform in Bayern (1972-75) bis zum Jahr 2000 wuchs das Versorgungsgebiet des Zweckverbandes um die Orte Oberkonhof, Dietstätt und Sindelsberg, Ober- und Unterwarnbach, Hohenirlach und Ödhof, Altenhammer, Holzhof, Höfen b. Uckersdorf und Uckersdorf. 1984 wurde die Wasserversorgungsanlage Weiding und 1998 die Versorgungsanlage der Gemeinde Altendorf einschließlich der Quelle Fronhof in den Zweckverband eingegliedert.

Durch Wassergastverhältnisse mit den Gemeinden Guteneck und Niedermurach und der Stadt Nabburg werden 872 Einwohner in den Ortschaften Guteneck, Felsmühle, Luigendorf, Oberkatzbach, Pischdorf, Unterkatzbach, Pertolzhofen, Zankendorf und Wölsenberg durch den Zweckverband mit Wasser beliefert.

Um die Versorgungssicherheit zu erhöhen und dem Bedarf Rechnung zu tragen, baute der Verband einen zweiten Tiefbrunnen. Die Kapazität des Hochbehälters Altfalter wurde auf 1200 Kubikmeter verdoppelt und ein weiterer Hochbehälter mit 400 Kubikmetern Fassungsvermögen bei Dürnersdorf eingebunden.

Tag der offenen Tür ist am Sonntag, 28. September, von 13 bis 17 Uhr. In diesen vier Stunden öffnet sich der Zweckverband das Wasserwerk in Asbach für die interessierte Bevölkerung. Dabei gibt es Informationen über den Trinkwasserschutz, die Brunnen- und Fördertechnik, die Aufbereitung, das Leitungsnetz und Wissenswertes über Trinkwasseruntersuchungen. Die Wasserwarte zeigen die Technik zur Lecksuche. Die neuen Funk auslesbaren Wasserzähler werden vorgestellt. In einem Film besteht die Möglichkeit in einen Tiefbrunnen des Zweckverbandes hinab zu tauchen. Nicht nur für Kinder interessant sind die "Wasserversuche", bei denen man der Frage nachgeht, ob ein Cent schwimmen kann.
Weitere Beiträge zu den Themen: Schwarzenfeld-Asbach (9)September 2014 (8407)
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