50 Zentimeter breiter

Es sind nicht immer die großen Dinge, die einer Gemeinde gut tun. So führt auch der Ausbau des Fünf-Flüsse-Radwegs zwischen Hartmannshof und Weigendorf sowie die kurze Verrohrung des Weigenbachs zu einer Qualitätsverbesserung. In unserer waldreichen Gegend ist auch die konzipierte "Rettungskette Forst" ein wichtiger Schritt.

Zur Gemeinderatssitzung im Gasthaus Fritzenhof hieß Bürgermeister Reiner Pickel auch einige Zuhörer willkommen. Erfreulich war der kurzfristige Beginn des Radwegausbaus zwischen Bahnhof Hartmannshof und der Kreisstraße 38.

Geleitet wird dieser von den Straßenbauämtern Nürnberg (federführend) und Amberg, da bezirksübergreifend. Von der Gesamtstrecke entfallen 380 Meter auf Weigendorfer Gebiet. Hier läuft auch die neue Trassenführung des letzten Abschnitts im Talgrund anstatt über die Hügelstrecke.

Da auch landwirtschaftliche Grundstücke anliegen, haben die beiden Gemeinden Pommelsbrunn und Weigendorf eine Verbreiterung auf drei Meter Fahrbahn (gefördert werden 2,50 Meter) beschlossen. Die Mehrkosten von etwa 12 000 Euro sowie der Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung waren noch zu beschließen. Im Hinblick auf die gewonnene Verbesserung des beliebten und stark frequentierten Radwegs erfolgte die Entscheidung einstimmig.

Der Hochwasserschutz

Die selbsternannte "Drei-Täler-Gemeinde" Weigendorf (wegen ihrer drei Gewässer Etzelbach, Weigenbach und Högenbach) ist schon lange an einem Hochwasserschutz interessiert. Staatlicherseits herrscht aber immer Flaute wegen fehlender Gelder. So packte man nun ein kleines, überschaubares Projekt an. Im östlichen Talgrund führt die Zufahrt zu Waldgrundstücken durch eine Furt des Weigenbachs. Durch eine Verrohrung auf einer Länge von acht Metern kann dies entscheidend verbessert werden, hieß es seitens der Gemeinde. Als Nebeneffekt ergibt sich mit der Aufschüttung ein Rückhalteraum für Hochwasser. Nach Verhandlungen mit dem Wasserwirtschaftsamt wurde letztlich ein Rohrdurchmesser von einem Meter erreicht. Die geschätzten Kosten liegen zwischen 6500 bis 8000 Euro, wobei sich die Jagdgenossenschaft mit 1000 Euro beteiligt.

Das von der Kämmerei vorgelegte Ergebnis der Jahresrechnung für 2014 schließt im Verwaltungshaushalt mit 1 605 196 Euro ab, im Vermögenshaushalt mit 616 501 Euro. Durch die Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt 364 590 Euro können 254 000 in die Rücklage eingestellt werden. Für den Haushalt 2015 liegt die Stellungnahme der staatlichen Rechnungsprüfungsstelle vor und wurde den Gemeinderäten ausgehändigt.

Im Infoteil berichtete der Bürgermeister von der behördlichen Absicht, den Zeitraum für die Überprüfung der Abwasserkanäle um einige Jahre zu verlängern. Dies betrifft nicht nur die Kommunen, sondern auch die Anschließer für ihren Anteil im Privatgrundstück.

Übersicht aller Daten

Weiter hatte er mit dem Energiebeauftragten Rudi Stürzenhofecker das ZEN in Ensdorf besucht. Dabei wurde das Vorhaben einer Datenübersicht aller Kreisgemeinden im Energiebereich besprochen. Als Muster dient das Programm der AOVE, das jährliche beziehungsweise monatliche Überprüfungen vorsieht.

Hier bleibt die Vergabe durch das Landratsamt abzuwarten. Von den Räten merkte Florian Süß an, dass die Begrenzungsmauer des Hofs der Haunritzer Mühle schadhaft sei und den unmittelbar anliegenden Weg verschmutzt und sogar gefährdet. Der Bürgermeister will beim Besitzer vorstellig werden. Walter Kempf regte die Einschaltung des Landschaftspflegeverbands für Entbuschungen der gemeindlichen Flächen an. Für die etwas größere Maßnahme östlich von Högen ist das Forstrevier Sulzbach-Rosenberg zuständig.
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