60 Jahre Volkshochschule Eschenbach: Festakt und "Tag der offenen Tür" am 10. Oktober
Der Bildung verpflichtet

(rn) Mitte des vergangenen Jahrhunderts schlug die Geburtsstunde des Volksbildungswerks, der heutigen Volkshochschule. Geburtshelfer war Regierungsvermessungsrat Franz Sponer, der von Weiden nach Eschenbach versetzt und mit der Leistung des Vermessungsamts betraut wurde.

Teilnehmer der Geburtsfeier waren Anton Besiak, Lehrer in Grafenwöhr, Dr. Bruno Büchele, Leitender Krankenhausarzt Eschenbach, Eugen Fischer, Schulrat, Gustav Härtl, Stadtbaumeister Grafenwöhr, Dr. Otto Hoffmann, Landrat a. D. Grafenwöhr, Josef Kraus, Oberlehrer Grafenwöhr, Franz Langhammer, Regierungsinspektor Eschenbach, und Anton Meiller, Hauptlehrer Kirchenthumbach. Welches Taufwasser an diesem 15. März 1955 im Sitzungssaal des Rathauses Eschenbach verwendet wurde, ist nicht überliefert.

Zum Vorstand wählte die Gründungsversammlung den gebürtigen Olmützer (Südmähren) Dipl. Ing. Franz Sponer. Geschäftsführer wurde Eugen Fischer, Kassier Franz Langhammer. Noch im gleichen Jahr, am 30. November 1955, folgte der Beschluss zur Aufnahme in den "Bayerischen Landesverband für freie Volksbildung".

Die Anfänge des "Volksbildungswerks für den Landkreis Eschenbach" gehen zurück auf die Jahre 1953/1954, als sich Franz Sponer in der Rußweiherstadt kulturell zu betätigen begann und Vorträge veranstaltete. Daraus entwickelte sich der Wunsch, ein "Volksbildungswerk für den Landkreis Eschenbach" zu gründen. Lagen die Schwerpunkte in den Anfangsjahren des VBW überwiegend darin, Vorträge zu den Themen Reisen und Erziehung zu organisieren, sorgte ab 1966 geschäftsführender Vorstand Heiner Kohl den Auf- und Ausbau des Kursangebots.

Als der aus Nordmähren stammende Oberregierungsrat Dr. Franz Rudolf, Jurist am Landratsamt, 1968 den Vorsitz übernahm, forcierte er den Bereich Studienfahrten, insbesondere die Seniorenfahrten.

Die Gebietsreform 1972 hatte auch Auswirkungen auf das VBW. Es fielen mit Auerbach, Michelfeld und Neuhaus an der Pegnitz nicht nur wichtige Orte des Landkreises Eschenbach weg. Auch der Name des eingetragenen Vereins musste geändert werden. Ab 1977 nannte er sich "Volksbildungswerk Eschenbach und Umgebung". Eine geplante Neuorganisation im nun neuen Großlandkreis Neustadt, sie befand sich bereits Ende der 1980er Jahre im Endstadium der Planung, kam nicht zum Tragen. Vielmehr hat Ende 1988, um eine Teilzeitstelle verstärkt, dies die Professionalisierung vorangebracht und die Leistungskraft des VBW erheblich verbessert. Dies nach vielen Verhandlungen erreicht zu haben ist vor allem das Verdienst von Anton Schwemmer, Vorsitzender von 15. April 1980 bis 15. Mai 1990. Seit 1990 führt der Verein den Namen "Volkshochschule Eschenbach/Westlicher Landkreis Neustadt e.V." Er ist stolz auf seine Selbstständigkeit innerhalb des Landkreises Neustadt.
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