65 Cent Wasserpreis noch vertretbar - Jahresabschluss
Gebühren stabil

Stulln. (ohr) Dem Gemeinderat lag der Jahresabschluss 2013 der Wasserversorgungsanlage Stulln mit der Bilanzsumme von 1 201 250,42 Euro zur Feststellung vor. Laut Bayerischem Kommunalen Prüfungsverband schließt diese mit einem Verlust von 17 242 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr (2012) trat eine Verbesserung von 2 353 Euro oder 12 Prozent ein.

Aufgrund einer Vereinbarung mit dem Markt Schwarzenfeld erhielt die Gemeinde Stulln 22 Jahre lang einen Preisnachlass von 12 Cent bis maximal 95 000 Kubikmeter bezogener Wassermenge im Jahr, erinnerte Bürgermeister Hans Prechtl. Das gelieferte Volumen lag im Bilanzjahr 2013 bei 138 000 Kubikmeter - um 2200 weniger als im Vorjahr. Nach Wegfall dieser Vergünstigung muss für die komplette Trinkwassermenge der reguläre Preis entrichtet werden. Seit 24 Jahren (1990) - ohne Erhöhung in diesem Zeitraum - liefere die Gemeinde Stulln ihren Bewohnern Trinkwasser zum sehr günstigen Preis von 65 Cent (mit Mehrwertsteuer) je Kubikmeter. "Es ist noch zu vertreten", so der Bürgermeister, "an der Gebührenschraube nicht zu drehen. Aber die Entwicklung wird beobachtet". Rechnerisch entstand 2013 kein Wasserverlust. Mit einer Quote von 84,7 Prozent des Vermögens ist die Kapitalausstattung unverändert sehr gut. Damit bleibt ein hoher Spielraum für Fremdfinanzierungen bei künftigen Baumaßnahmen.

Neun Kommunen gründeten 1984 zur Ankurbelung des Fremdenverkehrs und des Angelurlaubs die Tourismusgemeinschaft an Naab, Pfreimd und Schwarzach. Stulln war darin ein Juniorpartner, so Bürgermeister Hans Prechtl. Inzwischen übernimmt im Landkreis Schwandorf das Tourismuszentrum "Oberpfälzer Wald" mit Sitz in Nabburg viele Aufgaben. Die Orte der Mitgliedsgemeinden sind in diesem Werbematerial vertreten.

Die Aktivitäten beschränkten sich auf wenige Aktionen. Der Regionalprospekt ist nahezu aufgebraucht und für eine Neuauflage müssten Kosten von 20 000 Euro berücksichtigt werden. Der zusätzliche Internet-Auftritt verursache weitere Aufwendungen von 15 000 bis 20 000 Euro. Vor 30 Jahren hatte diese Werbegemeinschaft ihre Daseinsberechtigung, aber sie hat sich jetzt überlebt, so der Tenor des Gemeinderats.
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