8000 Euro für Spielbetrieb in der Dritten Bundesliga
Handballern unter die Arme greifen

Volle Halle bei den Bundesligaspielen der Auerbacher Handballer: Werbewirksam ist der Aufstieg allemal, aber auch teuer. Deshalb schießt die Stadt dem SV 08 Auerbach 8000 Euro zu. Bild: swt
"Wir wissen ja, dass wir genau wegen diesem Antrag die Haushaltsstelle mit 20 000 Euro für die Vereinsförderrichtlinien geschaffen haben", brachte es Norbert Gradl (SPD) auf den Punkt: Er sprach über das Gesuch des SV 08 Auerbach an die Stadt, seinen Handballern mit einem Zuschuss von 8000 Euro unter die Arme zu greifen.

Nach dem Wiederaufstieg braucht die 1. Mannschaft 20.000 Euro, um in der Staffel Ost der Dritten Bundesliga mitspielen zu können; etwa für Schiedsrichter oder Fahrtkosten. Sponsoren decken einen Teil des Bedarfs ab. Es fehlen der Sparte aber noch die besagten 8000 Euro.

Der Antrag komme "nicht unerwartet", sagte Bürgermeister Joachim Neuß. Die Diskussion am Mittwochabend im Stadtrat zeigte, dass die Vereinsförderrichtlinien unterschiedlich ausgelegt werden. Johann Kaiser (CUU) widersprach dem Antrag. Bei den Spielen in einer höheren Liga handle es sich nicht um ein besonderes Ereignis. Er sah zudem die Forderung zu hoch an und plädierte für eine Unterstützung mit 2000 Euro.

Grünen-Stadtrat Bernd Scheller schloss sich der Argumentation der CUU an. Er sah die Vorlage der Förderrichtlinien auf Einzelveranstaltungen bezogen, nicht auf einen Ligabetrieb. Eine Spitze konnte sich auch SPD-Fraktionssprecher Dr. Edmund Goß nicht verkneifen. "Eigentlich ist der Antrag nicht gemäß den Förderrichtlinien, weil ja hier die Gesamtfinanzierung nicht gesichert ist!". Dennoch stimme er mit seiner Fraktion zu.

"Ganz anders herum" sah es Herbert Appl (CSU) "Wenn wir nur 2000 Euro geben, dann gibt es für die Handballer eine echte Deckungslücke. Dann dürfen wir laut Richtlinien gar nichts geben." Bürgermeister Joachim Neuß betonte noch einmal die Medienwirksamkeit für Auerbach, wenn die Handballer in der Dritten Liga spielen. "Wir fördern hier auch Amateure und den Breitensport", gab er zu bedenken.

Mit 13 gegen 4 Stimmen wurde dem Antrag schließlich stattgegeben. Uwe Ditz (CSU) nahm als Vorsitzender des SV 08 Auerbach an der Abstimmung nicht teil.
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