95 Jahre Dienst am Mieter

Mit dieser Mannschaft geht der Bauverein zuversichtlich die kommenden Herausforderungen an (von links): Helmut Völkl, Hans Lindner, Bernd Meier, Siegfried Schell, Walter Wirth, Fred Lehner, Thomas Stetter und Alfons Lehner. Bild: le

Die Baugenossenschaft Eigenheim setzt sich seit knapp 100 Jahren für bedürftige Familien ein. Der Verein setzt auch weiterhin seine sozialen Aufgaben fort.

Floß. (le) Wenn es um die Linderung der Wohnungsnot, um die Unterbringung von Familien, die vorher in behelfsmäßigen Baracken leben mussten, um junge Familien, um ältere und alleinstehende Menschen geht, dann ist es die Baugenossenschaft Eigenheim (Bauverein), die seit über 95 Jahren mit der Umsetzung dieser sozialen Aufgabe an vorderster Stelle im Markt steht.

"Dass der Flosser Bauverein wieder ein Stück nach vorne gebracht wurde und auf solider Grundlage steht", drückte es Vorstandsvorsitzende Marika Mauerer in der Mitgliederversammlung im Gasthaus "Weißes Rössl" aus. Mauerer war wegen eines Trauerfalles in der Familie verhindert. Die Mitglieder beauftragten Berater Fred Lehner zur Versammlungsleitung.

Bei acht Mieterwechseln betrug die Leerstandsquote 2,7 Prozent und einen Mietausfall von über 16 800 Euro. Fortgesetzt wird der Einbau zentraler Heizungsanlagen. Mittlerweile sind 57 Prozent der Wohnungen mit Zentralheizungen ausgestattet. Die derzeit günstige Finanzierung wirke sich auch auf die Mieter bei Festsetzung der neuen Nettomiete aus. Zudem übernehme die Genossenschaft einen Eigenanteil.

Mieterhöhungen 2016

Der durchschnittliche Nettomietpreis von 3,32 Euro pro Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche liegt an der untersten Grenze im Mietpreisspiegel des Marktes. Die Genossenschaft sei der Gradmesser der Marktmieten. Weit besser könnte die Zahlungsmoral einiger Mieter sein. Der Aufwand für die Einbringung der Forderungen sei enorm. Für die Hausbewirtschaftung wurden über 182 000 Euro ausgegeben. Angehoben wurden die Kabelgebühren. Die Kosten der Legionellenprüfung und Gartenpflege wurden wie bisher nicht umgelegt.

Unverändert betreue und verwalte die Genossenschaft 7 Eigentümergemeinschaften mit 26 Eigentumswohnungen im Baugebiet "Puppberg". Enorm sei die Investitionstätigkeit. Immerhin wurden über 191 497 Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgebracht. Zur Verbesserung der Vermietbarkeit von Wohnungen wurden über 75 000 Euro investiert. Dass im Geschäftsjahr 2016 Mieterhöhungen anstehen, setze den seit Jahren eingeführten Zweijahresturnus fort.

164 Mitglieder

Der Jahresabschluss 2014 weist eine Summe von 2 469 137,18 Millionen Euro aus. Als Jahresüberschuss wurden 115 082,08 Euro ermittelt. Bei einer Zuführung zur Rücklage von 100 000 Euro ergibt sich ein Bilanzgewinn von 15 082,08 Euro. Die Vorstandsvorsitzende berichtete, dass es 13 Zugänge mit 16 Anteilen und 16 Abgänge mit 17 Anteilen gab. Die Genossenschaft zählt 164 Mitglieder mit 182 Geschäftsanteilen.

Zur Kenntnis wurde genommen, dass der Aufsichtsrat in seiner letzten Sitzung die Mitglieder Marika Mauerer und Siegfried Schell für weitere drei Jahre in den Vorstand bestellte. Ein einstimmiges Vertrauen erhielt Thomas Stetter als Mitglied des Aufsichtsrates. Eine besondere Ehre wurde Vorstandsmitglied Bernd Meier zuteil. Er gehörte 1995 bis 2002 dem Aufsichtsrat an, war zuletzt Schriftführer und wurde 2002 in den Vorstand bestellt. Fred Lehner würdigte Einsatz und Engagement Meiers.
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