Ab 1. November neuer Hausherr

November übergibt die bayerische Justiz das bisherige amtsgerichtliche Zweigstellengebäude an das Zentrum Bayern Familie und Soziales. Am Kemnather Stadtplatz wird künftig eine Außenstelle des Zentrums mit 20 Mitarbeitern untergebracht. Sie ist Teil des von der bayerischen Staatsregierung im Frühjahr beschlossenen Konzepts "Heimatstrategie - Behördenverlagerung".

In einer gemeinsamen Pressemitteilung von Justiz- und Sozialministerium betont Justizminister Winfried Bausback: "Das Projekt Heimatstrategie zeigt: Die Staatsregierung bekennt sich zu ihrer Verantwortung für den ländlichen Raum." Sozialministerin Emilia Müller ergänzt: "Mit dem Zentrum Bayern Familie und Soziales siedeln wir eine staatliche Behörde im historischen Stadtkern von Kemnath dauerhaft an." Mit Landtagsabgeordnetem Tobias Reiß und Bürgermeister Nickl sind sie sich einig, dass der Behördenstandort Kemnath dadurch nachhaltig gestärkt wird. Dass jetzt eine staatliche Behörde nach Kemnath komme, die rund dreimal so viele Bedienstete habe wie die amtsgerichtliche Zweigstelle, sei ein toller Erfolg für die Stadt und die gesamte nördliche Oberpfalz.

Die bislang noch am Stadtplatz residierende amtsgerichtliche Zweigstelle wird zum 1. Oktober in das Hauptgericht in Tirschenreuth eingegliedert. Anschließend wird das Gebäude an das Zentrum Bayern Familie und Soziales übergeben und mit einem Investitionsvolumen von rund einer Million Euro renoviert. Der Betrieb wird dann im Jahr 2016 aufgenommen. Für Bausback gebe es "unterm Strich nur Gewinner bei diesem Ringtausch"

Das Zentrum Bayern Familie und Soziales ist der soziale Dienstleister Bayerns. Etwa jeder siebte Bürger steht derzeit damit in Kontakt und bezieht von dort Leistungen wie das Elterngeld. Zu den Aufgaben gehören auch die Ausstellung des Schwerbehindertenausweises, die Entschädigung für Opfer von Gewalt oder die Förderung des Freiwilligen Sozialen Jahres. "Für die Bürger der Region verbessert sich damit das Angebot, zumal die örtliche Erreichbarkeit der Justiz in Kemnath in Form von Rechtspflegeramtstagen auch künftig gewährleistet sein wird", erklären Reiß und Nickl. (stg)
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