Ab in den Reifekeller

Erinnerungs- und Bildtafeln hatten die Oberpfälzer für ihre Gastgeber gestaltet. Unser Bild zeigt (stehend, von links) Partnerschaftsbeauftragten Jörg Traber, Gemeindepräsident Guido Portmann, Michael König, den Vorsitzenden der Faschingsgesellschaft, "Escheschränzer"-Präsident Sebastian Schürmann und Thomas Kaufmann, den stellvertretenden Vorsitzenden der Faschingsgesellschaft, sowie (vorne, von links) Prinzessin Lidia, Gardetrainerin Evelyn Hartmann und Prinz Andreas. Bild: rn

Nicht nur die Schweizer, sondern auch die Oberpfälzer können laut sein. Das bewiesen sie ihren Freunden mit einem dreifach donnernden "Eschenbach Helau". Beim Besuch in der Partnergemeinde waren alle überwältigt von der großen Gastfreundschaft.

"Mit unserem Besuch lösen wir gerne unser Versprechen vom Vorjahr ein", erklärte Thomas Kaufmann, der stellvertretende Vorsitzende der Faschingsgesellschaft (FGE), zum Auftakt der dreitägigen Begegnung in Eschenbach/Luzern. Er übergab zusammen mit dem Prinzenpaar Lidia und Andreas an Sebastian Schürmann, den Präsidenten der Guggemusig "Escheschränzer", und Partnerschaftsbeauftragten Jörg Traber Bildtafeln. Mit einer Erinnerungstafel der Garde überraschte Evelyn Hartmann Gemeindeoberhaupt Guido Portmann.

Mit einem wechselvollen Programm begann der Samstag. In der Aula des Nauheim-Schulhauses stellte Portmann seine Gemeinde im Luzerner Seetal vor. Ein Film ließ 1200 Jahre Lokalgeschichte lebendig werden und gab ein beredtes Zeugnis von Industrie, Handwerk, Kultur, Landschaft und öffentlichem Geschehen in der Klostergemeinde.

Ein Pflichtbesuch galt dem kommunalen Kieswerk. Es wurde in den vergangenen Jahren für zirka 16 Millionen Franken ausgebaut, saniert und spülte im Vorjahr ungefähr 2,4 Millionen Franken in die Gemeindekasse. Ein Rundgang durch die Luzerner Altstadt schloss sich an. Die Prinzengarde genoss einen Besuch in der Dorfkäserei. Chef Toni Hodel führte die jungen Frauen durch den Dorf-Chäsi und weihte sie in die Geheimnisse der Emmentaler-Herstellung ein.

Sie erfuhren, dass die Käserei von den Bauern gepachtet ist und nur Milch verarbeitet wird, die von Höfen ohne Silofutter kommt. Milch von Höfen mit Silofutter oder von Kühen, die mit Antibiotika behandelt wurden, sei nicht für die Herstellung von Emmentaler Käse geeignet, erläuterte Hodel. Sollte diese Vorgabe missachtet werden, habe der Landwirt Schadenersatz zu leisten.

Die Prinzengarde machte sich ein Bild von den ersten Arbeiten mit der angelieferten Milch bis hin zu den Reifeprozessen im Keller. Überrascht zeigten sich die Besucherinnen, als Hodel von Sommer- und Winterkäse sprach. Diese unterscheiden sich im Farbton. Der Grund dafür ist das Futter: Gras im Sommer, Heu im Winter.

Beeindruckt waren die jungen Oberpfälzerinnen von der Anzahl der Emmentaler-Räder im Reifekeller: 780 Stück. Es folgte eine Verkostung im Ladengeschäft.
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