Abschied mit Herz

Die Ministranten verabschiedeten Pfarrer Irudayaraj Devadass mit Herzluftballons. Bild: bk

Welche Wertschätzung sich Pfarrer Irudayaraj Devadass in den 15 Jahren seines Wirkens erarbeitete, zeigte sich nach der Liturgiefeier zum Abschied. Der Beifall zwischen den Dankesworten und der Überreichung von Spenden und Geschenken dokumentierte dies.

"Wenn wir an die Vergangenheit mit Ihnen denken, denken wir an die schönen Tage. Wenn wir an die Sonne denken, denken wir an Ihr Lachen. Wenn wir an Ihr Lachen denken, möchten wir lieber weinen, weil wir Sie vermissen werden (...)." Die Laudatio von Oberministrantin Carina Messer hatte durchaus Litanei-Länge.

Die KAB Kaltenbrunn habe jederzeit auf die Unterstützung von Devadass bauen können, bekundete Vorsitzender Erich Geier. Die Dürnaster KAB-Teamsprecherin Sieglinde Koppmann hob das bereitwillige Mitmachen des Pfarrers und sein geselliges Wesen bei allen Veranstaltungen hervor.

Gelungener Dialog

Namens der Kirchenverwaltung Dürnast sagte Franz Plössl Danke für die zusätzlichen Sonntagsmessen und erinnerte an den Pfarrfasching 2001. "Da haben wir unseren Pfarrer zu einem indischen Bayern in Tracht gemacht." Devadass habe seinen seelsorgerischen Auftrag gemeistert und viele Glaubens- und Lebenssituationen begleitet. Bürgermeister Ludwig Biller sprach von einem gelungenen Dialog zwischen Politik und Kirche und dankte dafür auch im Namen seines Vorgängers Werner Windisch sowie des Gemeinderats.

"Sie haben einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass die Pfarreiengemeinschaft so gut funktioniert", bescheinigte PGR-Sprecher Thomas Rauch für die Pfarrgemeinde Heilige Familie Weiherhammer. Dass Devadass als Aushilfsseelsorger auch in Kohlberg stets gerne gesehen war, unterstrich Kirchenpfleger Leonhard Steinsdörfer. "Es tut uns schon ein wenig leid, wenn wir heute 'Auf Wiedersehen' sagen müssen." Der Vertrauensmann der evangelischen Gemeinde, Helmut Krauß, würdigte die gegenseitige Wertschätzung, ja Freundschaft zu den Amtsbrüdern Dominic Naujoks und Matthias Weih. Dieses vertrauensvolle Miteinander spiegelte sich auch in den ökumenischen Gottesdiensten und Veranstaltungen wider und förderte das christliche Miteinander. Krauß dankte ebenso für die gute Zusammenarbeit in der Simultan-Friedhofsverwaltung. Der Chor stimmte ein schottisches Abschiedslied an, und nach dem Segen schloss die Stadtkapelle Grafenwöhr mit dem "Coro festivo".

Beim verlängerten musikalischen Frühschoppen im und am Pfarrheim bestand Gelegenheit zum persönlichen Abschied. Nicht wenigen Gästen standen die Tränen in den Augen. "Sie haben unsere Feiern stets mit Wohlwollen begleitet und auch zu kirchlichen Festen eingeladen", betonte Sepp Pritzl für die Vereinsgemeinschaft. Gute Wünsche für die Zukunft überbrachten auch die Feuerwehrchefs Thomas Gmeiner und Erwin Tafelmeyer sowie Schützenmeister Klaus Ludwig. Noch einmal erhoben sich alle, als Hans Rettinger das Feierabendlied intonierte.
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