Abschied und Neuanfang

Die Pfarrgemeinde ließ Franz Kick (Mitte) zum Abschied hochleben. Seine Nachfolge im Mesneramt übernimmt Rita Hösl. Bild: rgl

Die Pfarrei St. Martin begrüßte das neue Jahr und verabschiedete wehmütig eine Institution. Silvester war der letzte Arbeitstag von Mesner Franz Kick.

Er hatte sich seit Janaur 2008 sieben Jahre lang um die Luher Pfarrkirche gekümmert. Pfarrer Arnold Pirner lobte die harmonische Zusammenarbeit und das gute Miteinander, "nicht zuletzt durch unsere gemeinsamen Hobbies Fußball und Eishockey".

"Sie waren in Ihrem Dienst immer sehr freundlich und hilfsbereit, und es fehlte Ihnen auch nicht an Humor. Deshalb herrschte in der Sakristei immer eine angenehme und vertrauensvolle Atmosphäre", sagte der Geistliche. Er bescheinigte Kick außerdem einen guten Draht zu den Ministranten, Lektoren, Kommunionhelfern und Organisten. Doch leider spielt die Gesundheit des Mesners nicht mehr so mit.

Stets zuverlässig

Für die meisten Gläubigen, so Pfarrer Pirner, sei es selbstverständlich, dass die Kirche immer rechtzeitig aufgesperrt sei, die Glocken geläutet und die Kerzen angezündet würden und alles für einen würdigen Ablauf der liturgischen Feiern vorbereitet sei. Dahinter sei die Handschrift Kicks zu entdecken. " Ich kann Ihnen für alles, was Sie für St. Michael und für die Nikolauskirche am Koppelberg getan haben, nur von Herzen Vergelt's Gott sagen." Der Pfarrer überreichte eine Urkunde des Bischofs und das bronzene Ehrenzeichen des Mesnerverbandes der Diözese.

Als Geschenk der Pfarrei erhielt der scheidende Mesner eine geschnitzte Figur des heiligen Martin, verbunden mit dem Wunsch, dass der Patron der Pfarrkirche seine Hand immer schützend über Franz Kick und seine Familie halten möge.

Dankende Worte fand der Geistliche auch für Anneliese Kick, die ihren Ehemann stets unterstützt und täglich die Kirche aufgesperrt hatte. Die ganze Familie habe sich dem Rhythmus des Mesnerdienstes anpassen und dafür manche Opfer bringen müssen. Dafür gab es Blumen. Herzliche Worte fand Pfarrer Pirner auch für die neue Mesnerin Rita Hösl, die an Neujahr ihren Dienst antrat. Er freue sich auf die Zusammenarbeit. Hösl erhielt ebenfalls einen Strauß.

Karte für den FC Bayern

Ulrike Duschner dankte Franz Kick im Namen des Pfarrgemeinderates und lobte seine Zuverlässigkeit. Sie schenkte ihm eine Karte für ein Heimspiel des FC Bayern, das er gemeinsam mit seinem ehemaligen Chef besuchen wird. Kirchenpfleger Bernhard Irlbacher erinnerte an die Christbaum-Aktionen in den vergangenen sieben Jahren, die Kick zusammen mit ihm immer bestens vorbereitet habe. Er habe stets einen großen Ehrgeiz beim Aufstellen und Schmücken des großen Christbaums in der Pfarrkirche gezeigt und dazu alljährlich viele Helfer organisiert.

Abschließend ergriff Ministrantenbetreuer Georg Hirsch das Wort und wandte sich in Versform an den scheidenen Mesner. "Mit diesem Weihrauchfassl wolln wir uns bei dir bedanken, wie schöi es war zwischn Mesner und de Ministrantn." Mit dem Vers "Unserer neuen Mesnerin wünschen wir alles Gute für ihren Dienst am Altar; auf gute Zusammenarbeit freut sich die Ministrantenschar", begrüßte Hirsch im Namen der Minis Rita Hösl.
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