Abschied vom Jägerzaun

Der Bebauungsplan "Wernberg Süd" hat 36 Jahre auf dem Buckel. Nun gibt es ein umfangreiches "Lifting".

Wernberg-Köblitz. (cv) Ob im Wohnbereich zwischen der Straße "Am Hutanger" und Kolpingstraße, ob im Bereich der gemeindlichen Bauplätze an der Regensburger Straße oder im Gewerbegebietsbereich - der Bebauungsplan entspricht nicht mehr den heutigen Bauwünschen. Fast bei jedem Hausbau muss angesichts des Plans, der noch Jägerzäune vorsieht, bei Genehmigungen mit Befreiungen von den festgezurrten Vorgaben gearbeitet werden. "Das ist bei jedem Haus eine Latte an Ausnahmen", so Bürgermeister Georg Butz.

Aus zwei mach eins

Daher hat die Verwaltung mit den betroffenen Grundstückseigentümern gesprochen, ob sie sich an einer Änderung für ihre Parzellen beteiligen würden. Nahezu alle haben zugesagt, hieß es in der Marktratssitzung. Daraufhin wurde ein Entwurf gefertigt, in dem die Eckpunkte wie das Maß der baulichen Nutzung, Grundflächenzahl, Zulässigkeit von Einzel- und Doppelhäusern, Nebenanlagen, die Vergrößerung der Baufenster, Änderung der Dachformen, Wandhöhen, Traufhöhe und Einfriedungen überarbeitet wurden.

Der Bebauungsplan Wernberg-Süd besteht derzeit aus zwei Bebauungsplänen, erläuterte Verwaltungsleiter Stefan Falter. Mit der Änderung werden die beiden Pläne zusammengeführt, so dass die Verwaltung künftig nur noch mit einem B-Plan mit einheitlichen Festsetzungen arbeiten muss. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass mit dieser Änderung digitalisierte Daten erarbeitet werden, die mittelfristig auch im geografischen Informationssystem der Gemeinde eingespielt werden können.

Mit den Grundstückseigentümern wurde abgesprochen, dass sie pro Parzelle einen Anteil an den Kosten der Bebauungsplanänderung - 300 Euro - übernehmen. Marktrat Gerhard Bäumler meinte, dass die Kosten der Änderung "nicht ohne" seien. Er würde den Plan gerne ganz aufheben, was aber laut Verwaltung mit Problemen verbunden wäre. Mit einer Gegenstimme beschloss der Marktrat die Planänderung anzugehen. Mit den betroffenen Grundstückseigentümern wird eine Vereinbarung über die Aufteilung der Kosten geschlossen: 300 Euro pro unbebaute Parzelle. Das Honorar für die Änderung beläuft sich auf 5900 Euro. Landschaftsarchitekt Gottfried Blank wurde damit beauftragt.

Bezugspreis erhöht

Der Zweckverband zur Wasserversorgung Neunaigen-Kemnath erhöht ab 1. Januar 2016 der Wasserbezugspreis von 49 Cent auf 1,12 Euro. Die Gründe sind bekannt: Steigende Kosten für die Rohrnetzerhaltung und der Neubau des Wasserwerks. Der Marktrat stimmte der Änderung zu. Die Kommune bezieht jährlich 3500 Kubik Wasser vom Zweckverband.
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