Abschied vom "Wasserpapst"

Manfred Meier hat im östlichen Teil des Landkreises Neustadt viel bewirkt. Bei der Verabschiedung des ehemaligen Baurats bedauerten die Sprecher das Ende einer Ära.

Nach 47 Jahren Berufsleben, darunter 40 in der Wasserwirtschaft, genießt Meier seit 1. Oktober seinen Ruhestand. Die vom Pleysteiner Altbürgermeister Johann Walbrunn für Baurat a. D. Manfred Meier ausgesprochenen "höheren Weihen" kommen nicht von ungefähr. Für den Leiter der Kooperation der Gemeinden im östlichen Teil des Landkreises Neustadt ist er nämlich der "Wasserpapst". Außerdem bezeichnete Walbrunn den ehemaligen Bereichsleiter des Wasserwirtschaftsamts Weiden als "Vater der Kooperation".

Gefragter Experte

Bei der Verabschiedung am Donnerstag im Gasthaus "Hammerwirt" sprach Walbrunn von einem gefragten Experten, der die Gründung der Kooperation 2002 angeregt habe. Zudem sei Meier ein wichtiger und kompetenter Ansprechpartner gewesen. "Wir konnten uns immer auf dich verlassen", sagte der Leiter und ergänzte: "Dein Rat war für uns Motivation." Diese ging laut Walbrunn so weit, "dass in den Jahrzehnten der Zusammenarbeit auch Freundschaften entstanden sind". Umso mehr bedauerte er das Ende einer Ära, weil Meier extrem viel bewirkt habe. Walbrunn überreichte dem Jäger im Namen der elf Kommunen neben einer Urkunde ein Jagdmesser.

"Die Kooperation ist eine Erfolgsgeschichte", stellte der Baurat a. D., der auch als Initiator der Wasserwerksnachbarschaften gilt, fest. "Diese haben sich in ganz Bayern etabliert." Im Übrigen sprach er von einer stets hervorragenden Zusammenarbeit mit den Gemeinden. Besonders freute sich Meier noch, dass von den elf Mitgliedsgemeinde der Kooperation (Vohenstrauß, Pleystein, Eslarn, Leuchtenberg, Moosbach, Tännesberg, Waidhaus, Waldthurn, Georgenberg, Floß und Flossenbürg) zehn Bürgermeister gekommen waren.

Aus der Kooperation verabschiedete Walbrunn auch den langjährigen Georgenberger Wasserwart Josef Meckl, "der zwar schon seit 1. Januar 2015 Rente bezieht, aber noch nebenberuflich bis zur bestandenen Prüfung seines Nachfolgers Thomas Schaller als Wasserwart fungiert hat". Für Bürgermeister Johann Maurer war Meckl "ein Wasserwart mit Herzblut, der ein bestelltes Haus übergeben hat". Georgenbergs Rathauschef unterstrich das mit der Aussage, "dass die Gemeinde seit 1999 rund drei Millionen Euro in die Wasserversorgung investiert hat". Auch Meckl freute sich über eine Urkunde und über ein Glaswappen.

Kanalkataster erstellen

Technischer Amtsrat Dieter Bauer stellte abschließend die Fördermöglichkeiten bei Sonderprogramm zur Erstellung eines Kanalkatasters vor. "Eine eingehende Sichtprüfung der Kanäle ist absolute Pflicht", sagte der Beamte des Wasserwirtschaftsamts. Das Förderprogramm werde voraussichtlich bis Ende 2019 verlängert. Die Erstellung des Katasters muss bis 31. Dezember 2018 abgeschlossen sein.
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