Abschied von Freunden

Abschiednehmen von Freunden und Wegbegleitern hieß es für die Dillinghams (von links): Steve Hood, Kelly Colbrook, Mark Colbrook, April Dillingham, Jeffrey Dillingham, Anni Brunner, Hans-Martin Schertl, Kontaktclubpräsident Walter Brunner und Susanne Bartsch. Bild: az

Er liebt Bayern, die Oberpfalz und ganz besonders Grafenwöhr, er machte einen ausgezeichneten Job in der US-Garnison und er kehrt in diesen Tagen mit Familie zurück in die Staaten: Command Sergeant Major Jeffrey Dillingham sagt "Auf Wiedersehen".

Farewellparty war angesagt in der Klostergaststätte Speinshart für Command Sergeant Major (CSM) Jeffrey Dillingham. Der enge Führungszirkel um Oberst Mark Colbrook sowie Freunde waren zur Abschiedsfeier geladen.

"Note eins" von Colbrook

CSM Dillingham erhielt an diesem Abend viel Lob. Gar die "Note eins" für seine Leistungen gab ihm dabei Colbrook: Er sei "der Beste", den er bisher in seinem Team gehabt habe. Als er als Kommandeur zur Garnison kam, habe sich Dillingham innerhalb kurzer Zeit alles für seine Aufgabe angeeignet. Es sei schließlich "ein Riesenunterschied", ob man für eine Kampf- oder eine Verwaltungseinheit arbeite. Dillingham habe es verstanden, die Soldaten zu integrieren. Außer für sie sei er auch für die Belange der Unteroffiziere zuständig gewesen, habe zugleich als sein engster Berater und Assistent gewirkt.

An seinem künftigen Einsatzort in Forthood/Texas arbeitet Dillingham künftig für einen Zweisterne-General in der "First Army Division West". In Anerkennung seiner hervorragenden Leistungen erhielt Dillingham mit dem "Legion of Merid" eine Auszeichnung der besonderen Art: Normalerweise würde eine solche Auszeichnung auf Ebene der Kampfeinheiten vergeben, sagte Colbrook.

Ebenfalls von positiver Zusammenarbeit berichtete Steve Hood, Leiter der S-3 Planungsabteilung. Für den Deutsch-Amerikanischen Kontaktclub sagten Präsident Walter Brunner und Gattin Anni "Good-Bye". Er betonte die Verbundenheit der Dillinghams zum Club. Ebenfalls von einer schönen Zeit sprach Vilsecks Bürgermeister Hans-Martin Schärtl. Obwohl CSM Dillingham nur 18 Monate hier war, komme es ihm vor, als "wenn ein Freund geht", den er schon Jahre kennt.

Colbrook und Gattin Kelly zeigten ihre tiefe Freundschaft für Jeffrey und April Dillingham sowie für die Kinder Annabel und Carter. Aus Respekt vor den Leistungen habe sich schnell Sympathie und Zuneigung entwickelt. "Er war mehr als ein Oberstabsfeldwebel. Diese Freundschaft bleibt ein ganzes Leben."

Die Gattinnen Kelly und April bescheinigten sich gegenseitig eine "wunderbare Freundschaft". Im "Spouseclub" (Ehegattenclub) hätten sie zusammengearbeitet und wertvolle Stunden erlebt. Zwei leere Schachteln zeigte Kelly Colbrook und bat ihre Freunde, sich Dinge aus Bayern auszusuchen, die sie gerne in Texas hätten. Mit diesen befüllt würden die Kartons auf die Reise geschickt.

Liebeserklärung an alle

Die letzten Worte hatte Jeffrey Dillingham. Sie kamen einer einzigen Liebeserklärung gleich - an Familie, Freunde, das schöne Bayernland, den Dienst hier. Dabei verriet er seine Philosophie: Stets beginne er den Tag mit einem Lächeln. Bei seinen Erfahrungen kam er ins Schwärmen: Die Garnison, die Einheiten, die Militärgemeinde, die Mitarbeiter, der Freistaat Bayern, die Bürgermeister der Umgebung, der Deutsch-Amerikanische Kontaktclub - sie alle hätten ihm "die Hände entgegengestreckt und als Freund aufgenommen". "Das war mit Abstand der beste Job hier, den ich je hatte." Von daher falle der Abschied von diesem "großartigen Platz Bayern" sehr schwer. "Meine Tür ist immer offen, ob in Texas oder sonst wo", lud er zu einem Wiedersehen ein.

Unter den Geschenken war auch eine mit weiß-blauen Motiven verzierte "Bayernuhr mit Rückwärtsgang". Sie solle stets an die Zeit im schönen Bayernland erinnern. Kontaktclubpräsident Brunner und Gattin überreichten auch an die Kinder Annabel (14) und Carter (1) Präsente.
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