Abschluss bis zum Jahresende

Bereits installiert wurde die neue Fluchttreppe. Noch nicht abgeschlossen sind dagegen die Arbeiten am Notausgang, wozu ein Mauerdurchbruch notwendig war. Bild: hfz

Fast 500 ehrenamtliche Arbeitsstunden haben die Helfer bislang bei der Sanierung des Leonberger Jugendheims geleistet. Spätestens bis zum Ende des Jahres soll das Projekt abgeschlossen ein.

Bürgermeister Johann Burger berichtete jetzt bei einem Ortstermin, dass sich die meisten der Stunden auf zehn besonders engagierte Helfer verteilten. Insgesamt sind die Sanierungsarbeiten mit 260 000 Euro veranschlagt, doch wegen einiger unvorhergesehener Maßnahmen sei fraglich, ob dieser Rahmen eingehalten werden kann, so Burger. Die Kosten teilen sich Gemeinde und Kirche je zur Hälfte - nach Abzug des Zuschusses in Höhe von 150 000 Euro durch das Amt für Ländliche Entwicklung.

Im Außenbereich sticht die neue Fluchttreppe ins Auge, die kürzlich installiert wurde. Die Arbeiten am Notausgang, für den ein Mauerdurchbruch nötig war, dauern noch an. Nahezu abgeschlossen sind die Wasser- und Elektroinstallationen. Die Decke des Saals wurde zusätzlich mit einer Lage Dämmung und einer Dampfsperre versehen, um allen Brandschutzauflagen gerecht zu werden. Zuvor hatten zwei morsche Tragbalken ersetzt werden müssen. Erhalten bleibt der Parkettboden, der am Ende lediglich abgeschliffen werden soll.

Gute Bausubstanz

Inzwischen begannen die Arbeiten zur Aufbringung des Innenputzes. "Das wird viel Zeit in Anspruch nehmen, weil die Wände begradigt werden müssen", erklärt Bürgermeister Burger. Es habe sich gezeigt, dass das bis zu 90 Zentimeter dicke Naturstein-Außenmauerwerk wie die übrige Bausubstanz des Jugendheims in einem guten Zustand sei, so Burger. Erneuert und umgerüstet wurden auch bereits die Toilettenanlagen, Ähnliches ist noch für die Küche neben dem Saal vorgesehen. "Wir werden dort einen Herd und einen Geschirrspüler einrichten, damit sie auch für größere Veranstaltungen genutzt werden kann", betont Burger. Ob bereits der traditionelle Kirwatanz im sanierten Saal stattfinden kann, ist derzeit noch in der Schwebe. Das dürfte recht knapp werden, schätzt Johann Burger.

Alle Arbeiten wurden vom Mitterteicher Architekten Anton Glaßl überwacht, dem Bürgermeister Burger ausdrücklich dankt. Nahezu ständig mit vor Ort während der Maßnahmen war auch 3. Bürgermeister Alois Männer, der als Bauleiter fungiert. Die Segnung der sanierten Räume wird wohl im kommenden Jahr über die Bühne gehen. BGR Pater Hans Junker teilte beim Ortstermin mit, dass es ihm ein Herzenswunsch sei, die Einweihung noch selbst vorzunehmen. Im März 2016 feiert der Geistliche seinen 80. Geburtstag.

In der Gemeinderatssitzung am kommenden Montag (20 Uhr, Pfarrhof) wird Bürgermeister Johann Burger weitere Details zum Stand der Sanierung nennen.
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