"Absoluter Rekord": Stadt lässt 210 Ster schlagen
Rechtler stürmen den Wald

Zugeschnitten auf zwei Meter Länge wird das Holz an der Forststraße zwischengelagert. 70 Eigentümer von Anwesen der Eschenbacher Innenstadt nahmen diesmal ihr Recht auf drei Ster Brennholz in Anspruch - so viele wie noch nie in den vergangenen Jahren. Bild: rn
Spaziergänger am Waldlehrpfad sind in dieser Woche Zeugen einer größeren Fällaktion. Dabei wird Holz für 90 Rechtler gemacht: Eigentümer von innerstädtischer Anwesen, die ein ererbtes Recht auf den Brennstoff besitzen.

Einen "Rekord" nannte Revierförster Martin Gottsche die diesjährige Nutzung dieses alten Rechts, das jeweils drei Ster beinhaltet. Er erinnert sich noch an Zeiten, als nur sechs Anwesen das Holzrecht in Anspruch nahmen. Diesmal 70 Meldungen ein. Nach vergeblichem Warten auf Frost begann in dieser Woche das Forstunternehmen Erdner aus Wildenreuth die Arbeit mit dem Harvester. 210 Ster Brennholz werden geschlagen. Zugeschnitten auf zwei Meter Länge kann es abgefahren werden.

Früher sei das Holz noch mit der Hand und zum Teil von eigenen Holzhauern der Stadt geschlagen worden, berichtet Gottsche. Es verblieb gestapelt vor Ort, so dass es die Berechtigten selbst über kürzere oder längere Strecken bis zum nächsten Waldweg tragen mussten.

Auch als der Maschinenring die Arbeiten übernahm und dabei in der Regel Wipfelholz verwendete, blieb das Rechtholz jeweils zu einem Ster gestapelt im Bestand liegen. "Erst seit etwa 15 Jahren wird mit dem Einsatz von Harvestern das Holz an Waldstraßen gestapelt", informiert der Forstmann. Die Stadt dürfe den Holzrechtlern nur die Aufarbeitungskosten in Rechnung stellen. Diese betragen seit 2013 pro Ster 23,50 Euro.
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