Abstieg nach 15 Jahren

Enttäuschung beim SV Plößberg (im Bild Alexander Hecht, links, und Christian Blay): Nach 15 Jahren auf Bezirksebene steigen die Stiftländer in die Kreisliga ab. Bild: A. Schwarzmeier

Vor einem Jahr klopfte der SV Plößberg noch an die Tür zur Landesliga, jetzt führt der Weg nach unten. Nach 15 Jahren auf Bezirksebene steigen die Stiftländer in die Kreisliga ab.

Plößberg. (gb) Als der SV Plößberg im Jahr 2000 den Sprung in die Bezirksliga schaffte, rechneten viele nur mit einem kurzen Gastspiel. Schließlich wurden es 15 Jahre - 11 in der Bezirksliga Oberpfalz Nord und 4 in der inzwischen abgeschafften BOL. Seit der 0:3-Niederlage am Sonntag bei der SpVgg Vohenstrauß ist der Abstieg bei 7 Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz besiegelt. Mit den Spielen am Samstag, 16. Mai, zu Hause gegen den SV Hahnbach und am Samstag, 23. Mai, bei der Sportvereinigung Grafenwöhr verabschiedet sich der SVP in die Kreisliga.

Woran lag es, dass nach Platz drei in der Saison 2013/14 der Absturz folgte? Abteilungsleiter Rainer Böckl findet keine rechte Erklärung: "Außer dem Karriereende von Tobias Schiener hatten wir keinen Umbruch in der Mannschaft. Sonst waren es die gleichen Spieler, die im Vorjahr bis zum Schluss um Platz eins und zwei gespielt haben." Allerdings war schon im Frühjahr 2014 ein Abwärtstrend nicht zu übersehen. Nach der Herbstmeisterschaft und zwischendurch 9 Punkten Vorsprung wurden mit nur 12 Zählern in den letzten 11 Partien die Top-Plätze verspielt.

Mit Saisonbeginn 2014/15 drehte sich die Abwärtsspirale unaufhaltsam weiter. In den ersten 10 Spielen gab es nur einen Sieg und ein Remis, mit lediglich 4 Punkten zierte der SV Plößberg gemeinsam mit dem am Wochenende ebenfalls abgestiegenen SV Raigering das Tabellenende. Die Verantwortlichen zogen die Reißleine, trennten sich von Trainer Thomas Schiener und holten Harald Walbert zurück, der beim SVP schon von 2008 bis 2010 erfolgreich tätig war. "Natürlich haben wir zu wenig Punkte geholt", sagt Böckl, der aber den Trainer nicht als Alleinschuldigen für die Misere sieht. "Es liegt auch an den Spielern, denn im gesamten Jahr 2014 war der Trainingsbesuch nicht befriedigend."

Unter Walbert gab es einen Aufschwung, seine Bilanz ist nach 18 Spielen mit 24 Punkten (6 Siege, 6 Unentschieden und 6 Niederlagen) ausgeglichen. Für ein Happy End hat es aber nicht mehr gereicht. "Als ich kam, war der Rückstand schon relativ groß, dennoch hatte ich gehofft, dass wir es noch schaffen", sagt Walbert. Allerdings seien dafür mehr Siege nötig gewesen. "In Vohenstrauß kann man verlieren, doch zuvor hätten wir in Raigering und gegen Katzdorf gewinnen müssen."

Bleibt Harald Walbert?

Wie geht es nun weiter beim SV Plößberg? Bleibt der Stamm oder bricht die Mannschaft auseinander? Böckl ist zuversichtlich, dass Letzteres nicht eintreffen wird. "Es wurden schon Gespräche geführt und es sieht nicht schlecht aus. Bisher gibt es noch keinen Abgang." Auf der Trainerposition ist für Böckl klar, "dass wir gerne mit Harald Walbert weitermachen würden". Auch der Coach signalisiert seine Bereitschaft, weiter bei den Stiftländern zu arbeiten. "Wenn die Mannschaft einigermaßen zusammenbleibt, bleibe ich auch." Eine Entscheidung ist in den nächsten zwei Wochen zu erwarten.
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