Abwehrreihen dominieren

Keine Tore fielen am Sonntag in der Landesliga-Partie zwischen dem TV Schierling und dem SV Mitterteich. Eine der wenigen Möglichkeiten der Stiftländer hatte Jakub Ryba (links, Szene aus dem Spiel gegen Tegernheim) mit einem tückischen Flatterball in der 60. Minute. Bild: Cyris

Eigentlich wollte Landesligist SV Mitterteich (7./48 Zähler) die 50-Punkte-Marke knacken. Aber dazu muss er sich noch etwas gedulden. Die Stiftländer kamen nämlich am Sonntag beim TV Schierling (14./38) über eine Nullnummer nicht hinaus.

Schierling. (chap) "Mit dem Punkt können wir gut leben", zieht SV-Vorsitzender Roland Eckert ein positives Fazit der Partie beim TV Schierling. Für ihn war es eine typische und gerechte Nullnummer: "Das Spiel hätte keinen Sieger verdient gehabt." Die angestrebte 50-Punkte-Marke wollen die Stiftländer nun am kommenden Wochenende gegen den TSV Waldkirchen überspringen.

Beide defensiv eingestellt

Über die gesamten 90 Minuten bestimmten die Abwehrreihen das Geschehen. Beide Trainer setzten auf eine Taktik, die stark defensiv und auf ein aggressives Zweikampfverhalten ausgerichtet war. Logischerweise taten sich die Offensivkräfte in beiden Lagern äußerst schwer, sich nennenswerte Tormöglichkeiten zu erarbeiten. Sowohl SV-Torwart Fabian Scharnagl als auch sein Gegenüber Michael Wehdanner verbrachten bis auf ganz wenige Ausnahmen einen ruhigen Sonntagnachmittag.

Gefahr drohte den Gästen lediglich, wenn TV-Spielertrainer Christian Brandl am Ball war. Dabei zog er immer wieder zwei, drei Gegenspieler auf sich. Nur gut, dass seine Nebenleute mit den Freiräumen nichts anzufangen wussten und in einigen Szenen vor dem gegnerischen Gehäuse versagten. Auch bei den Gästen lief offensiv nicht viel zusammen. "Bei einigen guten Ansätzen fehlte der entscheidende letzte Pass", bemängelte Eckert. "Christoph Pirner, der eine gute Partie ablieferte, kam immer einen Schritt zu spät."

Wer dachte, beide Teams würden die Zuschauer nach der Pause mit prickelnden Strafraumszenen und schönen Toren verwöhnen, wurde bitter enttäuscht. Sowohl TV-Spielertrainer Christian Brandl als auch Kollege Reinhold Schlecht blieben ihrer defensiven Gangart eisern treu und wollten nichts riskieren. So spielte sich das Geschehen weiterhin überwiegend im Mittelfeld ab, überraschende Ideen blieben Mangelware. Nur einmal - in der 60. Minute - musste sich TV-Torwart Michael Wehdanner mächtig strecken, um einen tückischen Flatterball aus 20 Metern von Jakub Ryba zu entschärfen. Nur noch einmal drohte den Stiftländern Gefahr. Natürlich war erneut Christian Brandl daran beteiligt. In der 76. Minute kreuzte der Torjäger völlig frei vor SV-Keeper Fabian Scharnagl auf, scheiterte aber aus spitzem Winkel am überragend reagierenden Gästetorwart. Aufgrund der Spielanteile geht das torlose Remis, mit dem beide Kontrahenten gut leben können, in Ordnung.
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