Acht- und Neuntklässler besuchen Partnerschulen in Polen und Museum Auschwitz
Nicht zu begreifen

Im Elektro-Bus erkundeten die Auerbacher Krakau. Bild: V.I.N.
Vor rund 70 Jahren waren im Stammlager Auschwitz I und im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau weit mehr als eine Million Menschen getötet worden. Seit 2001 pflegt die Mittelschule Auerbach einen Schüleraustausch mit zwei Partnerschulen, den polnischen Gymnasien in Rajsko und Zaborze in der Gemeinde Oswiecim, die während der deutschen Besetzung in "Auschwitz" umbenannt worden war. In diesem Jahr besuchten 19 Mädchen und Jungen aus den 8. und 9. Klassen zusammen mit ihren Lehrern Birgit Hund und Hans Walter das Nachbarland.

Auf dem Programm stand dabei auch "leichtere Kost" als die Konfrontation mit der schrecklichen Vergangenheit. So besichtigte die Gruppe das beeindruckende Salzbergwerk in Wieliczka in der Nähe von Krakau, das von Anbeginn an zum Unesco-Weltkulturerbe zählt und in dem von den Bergleuten unzählige Kunstwerke aus Salzstein geschaffen wurden. Anschließend traf man bei einer Stadtrundfahrt durch die Weichsel-Metropole Krakau im ehemaligen Juden-Viertel Kazimierz doch wieder auf die Geschichte der Nazi-Besetzung.

Völlig unbeschwert konnten die Jugendlichen allerdings eine Wanderung in den Beskiden und den Ausflug zum ersten polnischen Freizeitpark "Energylandia", der erst im Sommer eröffnet worden war, genießen. Den Abschluss bildete ein Besuch in den polnischen Familien, wo die Gäste aus Deutschland von der herzlichen Gastfreundschaft fast überwältigt wurden. "Wir haben so viele Geschenke bekommen, und wir konnten beim besten Willen nicht alles essen, was aufgetischt wurde", erzählen die Zwillinge Lea und Lina Albersdörfer aus der Klasse 8 M. Wie auch alle anderen würden sie jederzeit wieder an der Fahrt teilnehmen.

"Nur schade, dass wir die polnischen Familien erst am vorletzten Tag so richtig kennengelernt haben", ergänzt Angelique Zitterbart aus der Klasse 8 A. Übernachtet hatten die Jugendlichen nämlich erstmals nicht bei ihren Gastfamilien, sondern in einem Jugendhostel in Rajsko und einmal gemeinsam mit ihren polnischen Partnern in der Schule in Rajsko, wo Sport- und andere Spiele auf dem Programm standen.
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