ADAC-Aktion "Hallo Auto" sensibilisiert Auerbacher Realschüler für die Tücken des ...
Anhalteweg um einiges länger als gedacht

Wer aus vollem Lauf an einer Ziellinie abbremst, braucht noch ein paar Meter, um stehenzubleiben. Die Kinder probierten es und gingen dann daran, diese Erfahrung auf ein Auto zu übertragen. Bild: cs
Ungebrochen groß ist das Interesse an der ADAC-Aktion "Hallo Auto". Vor 18 Jahren ins Leben gerufen, erreichte das Verkehrserziehungsprogramm bisher mehr als 200 000 Fünft- und Sechstklässler in ganz Nordbayern. Neu dazu kamen dieser Tage 61 Auerbacher Realschüler mit ihren Klassenleiterinnen Nicole Negi und Kerstin Richtsteiger.

Bei der kostenlosen Aktion lernten sie den Zusammenhang zwischen Reaktionsweg, Bremsweg und Anhalteweg kennen. Sie erfuhren, wie sich der Mitfahrer in einem Auto richtig sichert. Ganz fremd war die Materie den Kindern allerdings nicht. In der Verkehrserziehung waren sie schon mit dem einen oder anderen Begriff konfrontiert. "Learning by doing", darauf setzt der ADAC Nordbayern mit seinem Konzept. Der Lerneffekt kommt durch das eigene Erleben in der Praxis. Moderatorin Dagmar Mayer stellte mit ihnen reale Verkehrssituationen auf dem Parcour vor dem Kloster nach.

Gemeinsam erforschten sie die Gründe, warum Kinder aus vollem Lauf an einer Ziellinie zwar bremsen, aber nicht sofort zum Stehen kommen können. Faktoren, die eine Rolle spielen, sind der Zustand der Fahrbahn (trocken oder nass), Geschwindigkeit, Körpergewicht, Schuhbelag und insbesondere die Reaktionszeit.

Diese Erfahrungen an sich selbst sollten die Schüler dann auf das Auto übertragen. Die Kinder bekamen Pylonen und stellten sie dort auf, wo ihrer Meinung nach ein Auto, aus einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern zum Stehen kommen sollte. Das verblüffende Ergebnis: Sie hatten den Anhalteweg gewaltig unterschätzt.

Eindruck machte es bei den Mädchen und Buben, angegurtet auf dem Beifahrersitz eine Vollbremsung aus Tempo 30 zu erleben. Niemand zweifelte danach noch daran, dass Anschnallen im Auto eine wichtige Sicherung ist. Dagmar Mayer ließ sie versprechen, vor jeder Fahrt den Gurt anzulegen. Unterstützt wurde die Moderatorin von MSC-Vorsitzendem Dieter Wittmann sowie dessen Vorgänger und langjährigem Motor des Vereins, Hubert Trenz.
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