Adolf Strasser zog es auch der Liebe wegen nach Theuern - 80. Geburtstag
Nur ganz weit weg vom Hopfen

Hopfenzupfen in der Hallertau - da "brockten" viele aus dem Amberger Landkreis mit der Hand die Metzen voll. Auch Elisabeth Reichert aus Theuern war Ende der 50er Jahre als junge Frau in Wolnzach dabei. Sie war wiederholt beim Hopfenbauer Strasser. Eine schicksalshafte Arbeit. Denn in Wolnzach blieb sie hängen, besser gesagt der Sohn des Hopfenbauers, Adolf Strasser, Jahrgang 1934, blieb 1957 an ihr hängen.

Später fuhr Elisabeth, sagte Adolf Strasser, dann nicht nur wegen des Hopfenzupfens nach Wolnzach. Und weil er, von Kind auf mit dem Getreide vertraut, immer dahin wollte, wo es keinen Hopfen gibt, lag es nahe, mit seiner Freundin nach Theuern zu ziehen. In der Silberbergstraße haben sie gewohnt, nachdem sie 1959 geheiratet hatten. Sohn Norbert (53) wurde 1961 noch in Wolnzach geboren, Tochter Sabine (47) in Theuern.

Elisabeth Strasser verstarb vor zwölf Jahren, jetzt feierte Adolf Strasser in Theuern, oben am Michelsberg bei Sohn und Tochter, seinen 80. Geburtstag. Fit wie ein Turnschuh heißt die Redewendung, die aber für Adolf Strasser absolut zutreffend ist.

Man muss bei seiner Lebensgefährtin Linde nachfragen, ob er wirklich schon 80 Jahre alt ist, um zu erfahren, dass es tatsächlich so ist. Der Mann rastet nicht, darum rostet er wohl auch nicht. Es ist ihm anzumerken, dass er zeitlebens im Freien gearbeitet hat, erst Jahrzehnte Baumaschinenführer, dann als Rentner nebenbei. Adolf Strasser ist auch gesellschaftlich nicht untätig. Er ist als Mitglied bei der Feuerwehr in Theuern, beim Heimatverein und als Feldgeschworener viel unterwegs.

Viele Gratulanten waren in der Michelsbergstraße, darunter auch Bürgermeister Roland Strehl, der die Grüße und Glückwünsche der Gemeinde überbrachte und diese mit einem Geschenkkorb bereicherte.
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