Ältester Wallfahrer ist 86

Wer ein Auge für die Natur hatte, konnte sich bei der 312. Riedener Wallfahrt zur Gnadenkirche "Maria Heil der Kranken" auf dem Habsberg am satten Grün der Natur erfreuen. Bei hochsommerlichen Temperaturen nahmen 110 Gläubige daran teil. Bild: sön

Die Wallfahrtsleiter Josef Weinfurtner und Xaxer Riepl sind sich einig: "Es ist immer wieder herrlich, den anstrengenden Weg auf den Habsberg geschafft zu haben und hier die Gemeinschaft der Wallfahrer zu erleben." Das meinen andere offenbar auch: Die Kirche war wieder restlos gefüllt.

(sön) Zum 312. Mal pilgerte die katholische Pfarrgemeinde zum rund 30 Kilometer entfernten Habsberg. "Geleite sie auf ihrem Weg, schütze sie vor Gefahr, behüte sie vor jedem Unfall und lasse sie heil zurückkehren", bat vorher Pfarrer Gottfried Schubach in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Er erteilte den Reisesegen.

Nach dem Lied "Wir ziehen zur Mutter der Gnaden, zu ihrem heiligen Bild" formierten sich die 110 Wallfahrer auf dem Marktplatz, um bei hochsommerlichen Temperaturen zur Wallfahrtskirche "Maria Heil der Kranken" auf dem Habsberg aufzubrechen. Als Vorbeter waren Andreas Weinfurtner und Andreas Fischer im Einsatz. Das sechs Kilogramm schwere Wallfahrtskreuz trug Jürgen Hausner nach Habsberg; auf dem Rückweg übernahm das Hubert Fischer. Den Lautsprecher trug Klaus Jaintzyk.

Mit Lichterprozession

Nach der Ankunft gegen 16.30 Uhr beteten die Gläubigen eine Andacht in der Gnadenkapelle. Das Wallfahrtsamt mit mehreren hundert Gläubigen, dem sich eine Lichterprozession anschloss, wurde mit Pfarrer Dr. Elmar Spöttle gefeiert und vom Riedener Kinderchor "Lord's Day" unter Leitung von Stefan Weinfurtner musikalisch umrahmt.

Am Sonntag pilgerten knapp 50 Pfarrangehörige zurück nach Rieden, wo sie gegen 16.30 Uhr wieder glücklich, aber doch ein bisschen müde von den Angehörigen empfangen wurden. Mit 86 Jahren war Konrad Ibler der älteste Teilnehmer der Wallfahrt. Die Achtjährigen Jakob Breitkopf und Maximilian Graf waren als jüngste Pilger dabei. Da es auf der Strecke keine Gaststätten mehr gibt, übernahm die Feuerwehr Rieden die Essens- und Getränkeversorgung.
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