Ältestes Marterl aus dem Barock

Der Aufnahme ihrer Arbeit in die Flur- und Kleindenkmalforschung der Oberpfalz kann sich Maria Kick sicher sein. Vorbildlich sammelte sie über Jahrzehnte alles nur erdenkliche Material zu den Flurkreuzen in und um ihren Heimatort.

Das zusammengefasste Werk steht nun in der noch druckfrischen Festchronik zum Feuerwehrjubiläum. Durchwegs versehen mit Farbfotos und ausführlichen Beschreibungen entstand über mehrere Seiten hinweg ein äußerst wertvolles Geschichtsdokument.

Bild hat sich gewandelt

Wenig bis kaum interessierten die teils sehr alten Zeugnisse vergangener Generationen - weit draußen in der Flur - bislang die Bewohner. Durch die Gesamtschau samt Angabe der Standorte wandelte sich dieses Bild schlagartig. Immerhin stehen rund um Lohma und Lohma-Siedlung 15 Flurkreuze.

Akribische Suche

Akribisch suchte die Verfasserin der Festschrift für ihre separate Abhandlung nach Quellen, informierte sich bei den Besitzern und forschte an allen möglichen Orten nach weiteren Informationen. Was dabei alles zutage kam, überraschte selbst die Autorin. Mal war es ein längst aus dem Bewusstsein geschwundenes Unglück, mal das göttliche Dankeschön für die erhoffte Rückkehr aus den Wirren der Weltkriege.

Für jeden Standort fand sie darüber hinaus eine passende Bezeichnung. Sei es der "Bildstock am Radweg", das "Hamoner-Kreuz" oder der "Grabstein Reiser". Angaben zu ehemaligen Plätzen fehlen genauso wenig, wie zur zeitlichen Einordnung. So reicht die Palette bis zurück ins Jahr 1744, als noch die Epoche des Barock vorherrschend war. Bei den Recherchen stieß die emsig ans Werk gehende Heimatforscherin auch auf etliche Details zu den Besitzverhältnissen, die nun der breiten Öffentlichkeit auf einfachem Wege zugänglich gemacht sind.

Oft geht Kick auf den Zustand der Denkmäler ein, beschreibt deren Aufbau oder nimmt zum gewählten Standort Stellung. Auch Hinweise auf Besonderheiten oder Eigenschaften fehlen nicht. Raum widmete Kick in ihren Texten ebenso den durch verschiedenste Ursachen verschwundenen Marterln.

Chroniken nachbestellt

Die 300 Exemplare der Festchronik waren übrigens unerwartet schnell verkauft. Rechtzeitig zum Festwochenende soll die nachbestellte Menge wieder für fünf Euro im Festbüro verfügbar sein.
Weitere Beiträge zu den Themen: Lohma (160)Juni 2015 (7771)
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