Ahornberger informieren sich über Wasserversorgung - Endabrechnung verzögert sich
Hochbehälter als Attraktion

Die Tür zum Hochbehälter Ahornberg ist normalerweise gut verschlossen. Ausnahmsweise stand sie nun für interessierte Bürger offen. Bild: bkr
Immenreuth. (bkr) Einmal in den neuen Hochbehälter von Ahornberg blicken, diesen Wunsch nahm Bürgermeister Heinz Lorenz von der dortigen Bürgerversammlung im vergangenen Jahr mit nach Hause. Am Samstag erfüllte er diese Bitte und öffnete für drei Stunden die neue Anlage. Viele Ahornberger machten davon Gebrauch.

Lorenz sowie die Wasserwarte Josef Rauseo und Christopher Hörl informierten, wie aufwendig die Aufbereitung von Roh- zu gutem Trinkwasser ist. Glücklicherweise besitze die Kommune eine Quelle weit ab von landwirtschaftlichen Flächen, die nicht mit Spritzmitteln belastet und fast nitratfrei sei.

Bis Ende 1992 unterhielt die ehemalige Gemeinde Ahornberg eine eigenständige Wasserversorgung. Die Gemeinde Immenreuth übernahm sie mit der Verbesserungsbeitragssatzung zum 1. Januar 1993. Ein einheitlicher Wasserpreis und die Verbesserung der Versorgung in der gesamten Kommune waren das Ziel. Der erste Schritt war der Bau des Hochbehälters in Plößberg für Immenreuth und die Ortschaften aus der eingemeindeten Kommune Lenau. Schadersberg wurde an den neuen Hochbehälter angeschlossen. Zur Sicherung ihrer Wasserversorgung erweiterten die Ahornberger den Anschluss bis zu ihrem Leitungsnetz. Sie wurden auch, entgegen noch bestehender Meinungen, mit Herstellungsbeiträgen für den Hochbehälter Plößberg belastet, erklärte der Bürgermeister auf Anfrage.

Der neue Hochbehälter in Ahornberg ist noch nicht abgerechnet. Im Mai 2011 hatte der Gemeinderat von einer Sanierung der alten Ablage Abstand genommen und sich für einen Neubau ausgesprochen. Die Kosten dafür kletterten von geschätzten 376 000 auf 528 100 Euro. Der kalkulierte Aufwand beläuft sich zurzeit auf 539 860 Euro. Ein Betrag von 117 000 Euro steht noch im Raum. Er ist auf eine Grundfläche von 1 301 410 Quadratmeter sowie einer Geschossfläche von 313 424 Quadratmeter aufzuteilen.

Für ein Einfamilienhaus erwartet das Gemeindeoberhaupt für die Endzahlung einen Betrag von bis zu 200 Euro. Lorenz hätte gerne bereits im Juli abgerechnet. Aber die Endabrechnung liegt noch bei der Rechnungsprüfung, und diese will die 2016 zu erstellende Globalkalkulation mit einbeziehen. Somit kann es durchaus sein, dass erst im ersten Quartal 2016 die Gebührenbescheide verschickt werden.
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