Akademie für Natur und Industriekultur staunt über Vielfalt und Bearbeitungstechnik
Von der Schönheit der Steine

Geopark-Ranger Hans Maier (Sechster von links) erläuterte am Beispiel eines bis zu 30 Tonnen schweren Gesteinsbrockens, wie dieser Anfang der 70er Jahre mit Hilfe einer US-Pioniereinheit hierher transportiert wurde. Bild: weu
Gleichsam eine Zusammenfassung des Jahresthemas "Steine" war die Exkursion der Akademie für Natur und Industriekultur. "Steine im täglichen Gebrauch" erläuterte im Lapidarium Museumsleiter Theo Männer mit interessanten Details.

Auf verschiedene Arten von Pflastersteinen reihten sich Kilometersteine, Grenzsteine, Mühlsteine, Futtertröge, ein seltener Wasserauslaufstein, Weihwasserbecken, Grabdenkmäler und Gedenksteine aneinander, darüber die Madonnenfigur aus Granit vom ehemaligen Brunnen am Marktplatz und der Wartturm, teilweise aus rotem Granit erbaut, der direkt vor Ort gebrochen wurde. Das eindrucksvolle Steintor "Oberpfälzer Stonehenge" bei Kulz war nächstes Ziel. Etwa 200 Personen errichteten es 1994 für eine Fernsehdokumentation. So gelang der Nachweis, dass nur mit einfacher Hebeltechnik, Seilen und Muskelkraft die mehrere Tonnen schweren Granitquader aufgerichtet werden konnten.

Modernste Steinbearbeitungstechnik gab es im Granitbetrieb im benachbarten Krähhof zu sehen. Firmenchef Alexander Herrmann erläuterte diese am Beispiel der Werkstücke, die zur Sanierung der Steinernen Brücke in Regensburg hergestellt werden. Besonders eindrucksvoll war die Schneidemaschine, mit der riesige Granitblöcke mittels Diamantseilen in mehrere Quadratmeter große Platten geschnitten werden. Bei der Mittagspause in Leuchtenberg erhielten die Mitfahrer fundierte Informationen zu Ort und Burg von Altbürgermeister Hermann Lindner.

"Steine in der Natur" erlebten die Exkursionsteilnehmer auf einer Wanderung am Nachmittag mit Diplom-Ingenieur Hans Maier auf dem Geologischen Lehrpfad in Tännesberg. An den eindrucksvollen Felsstücken längs des Weges folgten Erklärungen zu den Gesteinsarten und deren Vorkommen im ostbayerischen Raum. Angeschliffene und polierte Stellen machten die Schönheit erst richtig sichtbar (Informationen und Fotos unter www.akademie-neunburg.de).
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