Akribische Spurensuche bringt schnellen Erfolg

Die Spurensuche förderte auch Gegenstände zutage, die dem Unfallfahrer gehören. Sie und vage Hinweise brachten die Polizeibeamten letztendlich auf die Spur des Fahrers. Bilder: tr

Bei einem Unfall mit Fahrerflucht kam am Sonntag ein Fußgänger ums Leben. Wie von der Polizei Tirschenreuth zu erfahren war, konnte der Unfallverursacher inzwischen ermittelt werden. Bei einer Hausdurchsuchung wurde das Tatfahrzeug, eine nicht zugelassene Geländemaschine, sichergestellt.

Gegen 6 Uhr bekam die Polizeiinspektion Tirschenreuth am Montag die Mitteilung, dass im Bereich der Staatsstraße zwischen Griesbach und Redenbach eine reglose Person liegt. Der Helfer vor Ort aus Mähring und eine BRK-Rettungsmannschaft mit Notarzt aus Tirschenreuth stellten fest, dass der 67-jährige Mann bereits seit längerem verstorben war.

Die Polizei war mit Beamten der Polizeiinspektion Tirschenreuth, Unfallfluchtfahndern der Verkehrspolizei Weiden und Beamten der Spurensicherung der Kriminalpolizei Weiden vor Ort.

Suchhund und Helikopter

Die Polizei geht davon aus, dass das Unfallopfer am Vorabend zu Fuß in Richtung Griesbach unterwegs und in einer langgezogenen Kurve von einem Fahrzeug erfasst und in den Graben geschleudert worden war. Vom Fahrer fehlte zunächst jede Spur. Ein Polizeihubschrauber suchte das Gelände aus der Luft ab und legte dabei besonderes Augenmerk auf Motorräder. Der Spurenlage vor Ort nach zu urteilen, musste es sich beim Unfallfahrzeug höchstwahrscheinlich um ein Zweirad gehandelt haben. Auch ein Polizeihund war an der Suche beteiligt, weil die Beamten Spuren an einem Maisfeld direkt an der Straße gefunden hatten.

Eindeutige Hinweise zum Fahrzeug konnten nicht gewonnen werden. Die Unfallstelle wurde akribisch abgesucht und vermessen. Den ersten Ermittlungen zufolge musste davon ausgegangen werden, dass sich der Unfall zwischen 22.30 Uhr und 23 Uhr ereignet hatte. Bei der Spurensicherung konnten auch Gegenstände aus dem Besitz des vermutlichen Unfallfahrers, darunter ein komplettes Brillengestell, sichergestellt werden. Nach einem vagen Hinweis verdichtete sich gegen 10.30 Uhr der Verdacht gegen einen 32-jährigen Mann aus dem Gemeindebereich Mähring. Die Staatsanwaltschaft Weiden ordnete eine Durchsuchung der Wohnung und der Nebengebäude an. Dabei wurde auch der vermutliche Unfallverursacher angetroffen. Das Tatfahrzeug, eine nicht zugelassene Geländemaschine mit eindeutigen Unfallspuren, ist sichergestellt worden. Die Beteiligung am Unfall wird aufgrund der festgestellten Spuren als gesichert angesehen. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern weiterhin an.

Mehrere Stunden gesperrt

An der Unfallstelle hatten die Notfallseelsorge sowie ein Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams die Betreuung der Angehörigen übernommen. Die Staatsstraße zwischen Redenbach und Griesbach war für mehrere Stunden total gesperrt. Die Feuerwehren Griesbach und Redenbach unter der Leitung des Kommandanten Thomas Gradl regelten den Verkehr.

Die Staatsanwaltschaft Weiden hat zur Untersuchung des Unfallhergangs einen Gutachter bestellt und die Obduktion des Verstorbenen angeordnet. Der mutmaßliche Unfallverursacher wird dem Haftrichter vorgeführt.
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