Aktiv, rührig und ein wenig zäh

Bezirksvorsitzende Gertraud Kuhn (links) brachte beim Katholischen Frauenbund in Flossenbürg die Neuwahl doch noch gut über die Bühne. Maria Völkl (Zweite von rechts) und Anita Erndt (rechts) führen das Team an. Bild: nm

"Ich freue mich auf diesen Wahlgang. Das wird problemlos ablaufen. Ihr seid schließlich auch das ganze Jahr über aktiv und voller Ideen." Mit diesen Worten lag die Bezirksvorsitzende Gertraud Kuhn beim Katholischen Frauenbund richtig. Allerdings nur teilweise. Einige Sorgenfalten ließen sich bei ihr und den Mitgliedern nicht übersehen.

Flossenbürg. (nm) Mut für eine reibungslose Neuwahl machte alleine schon das Interesse der insgesamt 120 Frauen. Knapp 40 fanden sich zur Jahreshauptversammlung im Theresienheim ein. Und dann war da noch ein aufrüttelndes Referat der seit 28 Jahren an der Spitze des Bezirksverbandes stehenden Frau. Das stand unter dem Motto "Versöhnt mit mir - In Frieden mit dir" und führte vor Augen, wie gut es sei, an sich selbst zu denken, ohne dabei auf das Engagement für die Allgemeinheit zu vergessen.

Leben und leben lassen

Beides ergänze sich ausgezeichnet und zum Vorteil für alle: "Arbeit in einer Gemeinschaft muss nicht Belastung sein, sondern kann das eigene Leben ungemein bereichern." Wer seinen inneren Frieden findet und sich der eigenen Situation bewusst ist, werde erfahren, wie viel Freude der Austausch mit den Mitmenschen bereite. "Die eigenen Freiräume dürfen nicht zu kurz kommen. Leben und leben lassen, eine solche Einstellung hilft ganz wesentlich und macht es heute leichter, für ein Amt im Flossenbürger Frauenbund anzutreten." Maria Völkl und Anita Erndt nahmen sich die Worte zu Herzen, zauderten nicht lange, traten als Vorsitzende beziehungsweise Stellvertreterin zur Wahl an und freuten sich über das mit den Stimmzetteln ausgesprochene Vertrauen.

Problemlos ging es auch mit Rebekka Völkl als Schriftführerin und Elisabeth Grundler, die sich um die Kassengeschäfte kümmert, weiter. "Den Rest schaffen wir auch noch", der Wunsch von Kuhn erfüllte sich allerdings nicht. Es wurde trotz der Stärkung mit Tee und Streichwurstbroten richtig zäh im Saal. Mit Emmi Kreuzer und Annelies Birkner fanden sich schließlich doch die nötigen Beisitzerinnen. Komplettiert wird das Team durch Annemarie Sladky, Angela Bechler und Eva Moser.

Treue Mitglieder

Weitaus lebendiger fielen die Erinnerungen an das Geschehen der zurückliegenden Monate aus. Der Bogen spannte sich von der Kerzenweihe zu Lichtmess über die Solibrot-Aktion und den Weltgebetstag, den Filmabend zum Leben und Wirken von Mutter Teresa oder den Ausflug nach Regensburg bis hin zum Kochabend rund um das Wintergemüse. Wie gut der Flossenbürger Frauenbund funktioniert, zeigte sich nicht zuletzt beim Bezirkstag im Ortsteil Hildweinsreuth.

Auszeichnungen und Beifall standen ebenfalls an. Mit Ehrennadeln und Rosen wurde die 20-jährige Verbundenheit von Annelies Birkner und Elisabeth Grundler gewürdigt. Mit einem Wunsch geht die Gemeinschaft in die Zukunft: "Wir brauchen einen geistlichen Beirat."
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