Albert Füracker spricht in Eschenbach über Strukturpolitik
"Es geht aufwärts"

Zum Sommergespräch gehörte auch ein Eintrag des Staatssekretärs in das Goldene Buch der Stadt Eschenbach, beobachtet von Bürgermeister Peter Lehr und weiteren kommunalen Vertretern. Bild: do
Mit ihrem Heimatplan will die Staatsregierung gleichwertige Lebensverhältnisse in Bayern schaffen. Wie erfolgreich ist sie damit? Finanzstaatssekretär Albert Füracker informierte beim Sommergespräch der CSU.

Es geht aufwärts, befand das Kabinettsmitglied im überfüllten Rußweiher-Restaurant Rodler. Das gilt auch für die Karriere des Oberpfälzers: Gemeinderat, Kreisrat, zweiter Bürgermeister, Vize-Landrat, stellvertretender JU-Landesvorsitzender, Landtagsabgeordneter, Staatssekretär. Am Montag nahm Füracker zu Spekulationen über die Nachfolge von Emilia Müller als CSU-Bezirksvorsitzender Stellung. "Ich werde mich bewerben. Doch entscheiden werden die 200 Delegierten". Davor habe er höchsten Respekt, sagt der 57-Jährige.

Der Vollerwerbslandwirt verstand es vor zirka 60 Zuhörern aus dem gesamten Landkreis mit Fachwissen, Esprit und Humor zu glänzen. Jeweils nur Stellvertreter zu sein, ist keine Schande, auch der Papst sei ja nur Stellvertreter, scherzte Füracker. Der wahrscheinlich neue starke Mann der Oberpfälzer CSU erläuterte das Ziel der Staatsregierung, in der Oberpfalz einen Ausgleich zwischen Boomtown Regensburg und den ländlichen Räumen zu schaffen. "Wir wollen kein Bayern und schon gar keine Oberpfalz der zwei Geschwindigkeiten", betonte der Parsberger.

Und der Staatssekretär sieht Fortschritte. "Viele Bürger sind froh, auf dem Land zu leben, das war vor 50 Jahren anders." Um diesen Trend zu verstärken, habe das Finanz- und Heimatministerium eine Fünf-Säulen-Lösung entwickelt. Füracker hob aus einem 25-Punkte-Programm für die Kommunen besonders die Verbesserungen des Finanzausgleichs, den Breitbandausbau, die Nordbayern-Initiative bei den Hochschulen und die Behördenverlagerung hervor. Dank einem Steuerplus haben die Kommunen 2015 8,5 Milliarden Euro zur Verfügung: "Keine Gemeinde darbt!" Finanzschwachen Gemeinden helfe die Stabilisierungshilfe. Derzeit schrumpfe in 20 Landkreisen die Bevölkerung. "Wir müssen dafür sorgen, dass mehr junge Menschen am Land leben möchten".

Mit Beispielen untermauerte er die Ansätze der Staatsregierung. Füracker verwies auf die Förderprogramme für Breitbandausbau, junge Ärzte sowie die Wahlmöglichkeit zwischen Betreuungsgeld und Kita-Aufenthalt. Für den Landkreis Neustadt/WN ließ Füracker einen Breitband-Fördersatz von 84 Prozent im Schnitt ermitteln.
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