Albert Rupprecht wirbt um Interesse und Verständnis für die Politik - Diskussion über ...
Abgeordneter beantwortet Schülerfragen

Albert Rupprecht beim Frontalunterricht. Nicht in allen Punkten konnte sich der Politiker mit den Schülern verständigen. Bild: is
Pressath. (is) "An Politik habe ich kein Interesse", aber auch: "Wie fühlt man sich als Politiker?" Mit Äußerungen zwischen Gleichgültigkeit und echtem Interesse musste sich Albert Rupprecht bei einem Besuch der 10. Klasse der Mittelschule auseinandersetzen. Der Bundestagsabgeordnete versuchte dem Eindruck entgegenzuwirken, dass die große Politik die Schüler im kleinen Pressath nicht berühre.

In der knapp eineinhalbstündigen Frage- und Antwortrunde versuchte Rupprecht, die rund 20 Schüler vom Gegenteil zu überzeugen. Zuvor stellte sich der Gast vor und erzählte, wie er zur Politik gekommen ist. Während der Schulzeit habe er sich in der Landjugend engagiert. Er ermutigte seine Zuhörer, sich zu engagieren, egal ob in Vereinen oder in Parteien. "Ihr müsst offen sein und Kompromisse eingehen, denn die Demokratie ist der Wettbewerb der Meinungen", betonte er.

Die Schüler stellten dann Fragen zur Asylpolitik, dem Freihandelsabkommen TTIP, zu Griechenland und zur Energiewende. Vor allem die geplante Stromtrassen durch die Oberpfalz interessierte die Schüler dann doch. Rupprecht sprach sich für die Erdverkabelung aus, überall dort wo es möglich ist. Dabei dürfe aber der Kostenfaktor nicht außer Acht gelassen werden, denn die "Zeche" müsse der Verbraucher tragen.

Zur Asylpolitik sagte der Politiker, dass nicht alle Asylanten in einen Topf geworfen werden dürfen. "Wir müssen Verständnis aufbringen und versuchen, den Schwächsten zu helfen." Er sei menschlich berührt, wenn er Flüchtlinge sehe, die von Schleuserbanden nach Europa gebracht werden. "Vor allem das Schicksal der Kinder liegt mir am Herzen." Der Abgeordnete stand den Jugendlichen Rede und Antwort, auch wenn er in manchen Bereichen nicht ihre Einstellung teilte.
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