Alle Beteiligten ins Boot holen

Viele Anwohner der Eichendorffstraße kamen zur Besprechung der Neugestaltung ihres Wohnumfeldes. Bild: rgr

Sie dürfen alles sagen, ob Ideen oder Kritik: Beim Gedankenaustausch in der Eichendorffstraße sollte kein Blatt vor den Mund genommen werden. Denn die Meinung der Bürger und Anwohner ist entscheidend, um eine Neugestaltung zu planen.

Grafenwöhr. (rgr) Nach Möglichkeit soll die Neugestaltung der Adalbert-Stifter- und der Eichendorffstraße zusammen übernommen werden. Dabei ist es auch möglich, das Wohnumfeld mit Gärten, Schuppen und Parkierungsanlagen von einzelnen Gebäuden umzugestalten, sofern die öffentlich einsehbar und begehbar sind. "Hinweise und Anregungen sollen als Grundlage für eine spätere Planung dienen", betonte Bürgermeister Edgar Knobloch. Dazu bat das Stadtoberhaupt, einen Fragebogen bezüglich der Wohnqualität auszufüllen.

Fragen wie: Wie zufrieden sind Sie mit der Wohnqualität in Ihrem Wohnquartier? Wie wichtig sind Ihnen Gärten, Schuppen oder Spielmöglichkeiten für Kinder? gilt es zu klären. Gefragt wird auch nach einer barrierefreien Umgestaltung oder der Erreichbarkeit der öffentlichen Verkehrsmittel. Schließlich wird auch nach dem Programm der Sozialen Stadt gefragt und ob das für die Anwohner greifbar wurde. Hier gebe es das Quartiermanagement, Beratungsangebote, Tanzen 50plus, Rückengymnastik, den Bürgerladen und vieles mehr.

"Sie haben die einmalige Chance, Ihre Lebensqualität zu steigern, indem Sie Ihre Wünsche und Bedenken äußern. Sie wohnen hier und sind die besten Ratgeber", sagte Knobloch. Bauamtsleiterin Kathrin Regler und Stadtbaumeister Hans Rettinger teilten grüne und rote Karten aus. Auf erstere können Kritikpunkte geschrieben werden, auf letztere Wünsche. In der Diskussion wurden Fragen nach dem Kanal, einem Spielplatz und den Schupfen gestellt. Auch das Thema "Parkplätze" sprachen die Bewohner an. "Diese werden nicht abgeschafft", versprach der Bürgermeister. Einige meinten, es seien zu wenig Parkplätze vorhanden. Dazu äußerte sich der Geschäftsführer der Wohnungsbau-GmbH, Reiner Hofmann: "Ich glaube nicht, dass es zu wenig sind. Momentan gibt es 15 freie Parkplätze. Aber ein Parkplatz kostet sieben Euro. Dieses Geld wollen sich viele sparen, denn auf der Straße zu parken, kostet nichts." Viel Zustimmung gab es auch bei der Möglichkeit, eventuell eine 30er Zone zu planen. Die ausgefüllten Fragebögen können bei der Stadt Grafenwöhr abgegeben oder in den Ideenbriefkasten beim Sozialen Laden geworfen werden.
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