Alle Neune "beim Bubi"

Ganz früher war "Handbetrieb" angesagt: Ein "Kegelbub" räumte getroffene Kegel zur Seite beziehungsweise stellte sie wieder auf. Dafür gab es Getränk, Brotzeit und einen kleinen Geldbetrag. Diese Zeiten waren jedoch schon vorbei, als sich die Kegler der Rußweiherstadt in einem Verein organisierten. Das war vor 50 Jahren.

1965 gründeten Josef (Bubi) Ackermann, Georg Danzer, Anton Kraus, Oskar Schöcklmann und Martin Weber in der Gaststätte Ackermann in der Grafenwöhrer Straße den Kegelverein "Gut Holz Eschenbach". Damals gab es bereits vollautomatische Kegelstell- und zählanlagen. Bis 1997 war das Kegeln "beim Bubi" auch für viele Gemeinschaften sowie Herren- und Damenrunden ein allmonatlicher Termin.

Neues Domizil

"Gut Holz" schloss sich 1981 dem Sportclub Eschenbach an und betreibt seitdem unter dessen Dach eine selbstständige Abteilung. 1993 kam eine Jugendmannschaft mit ursprünglich sechs Nachwuchskeglern hinzu. Die Werbung in ihrem Freundeskreis verlief optimal: Innerhalb von zwei Wochen wuchs die Gruppe auf 17 Kegler an.

Als die Betreiber 1997 die Gaststätte und Kegelbahn Ackermann aus gesundheitlichen Gründen schlossen, fanden die SCE-Kegler in der Freizeitanlage Rußweiher ein neues Domizil. Zunehmend wurde jedoch der Wunsch nach einer eigenen Anlage stärker, die in das bestehende SCE-Areal integriert sein sollte.

Halle mit zwei Etagen

Die Finanzierung war zunächst mit Schwierigkeiten verbunden. Erst nach persönlichen Gesprächen mit dem für Fördermaßnahmen zuständigen Sachbearbeiter des Bayerischen Landessportverbandes und einer Wirtschaftlichkeitsberechnung waren alle Hindernisse beseitigt. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung gab im Mai 2007 grünes Licht für den Bau einer 37 Meter langen und 17 Meter breiten Multifunktionshalle mit zwei Etagen. Die Mitglieder des SCE erbrachten dafür zirka 12 000 freiwillige Arbeitsstunden.

Und so schob Richard Suttner, Spartenleiter und unermüdlicher Motor, kurz vor Weihnachten 2007 im Obergeschoss des neues Gebäudes unter dem Applaus von Kegelfreunden und Handwerkern die erste Kugel. 85 Prozent der anfallenden Arbeiten hatten die Kegler verrichtet und sich damit fast im Alleingang ihr "Wohnzimmer" geschaffen. Die neue pikfeine Vierbahnenanlage wurde zum Aushängeschild der Kegelsparte und des Sportclubs. Aktuell beteiligt sich die Abteilung mit vier Herren- und drei Damenmannschaften am Spielbetrieb. Im Blickpunkt
Weitere Beiträge zu den Themen: Eschenbach (13379)Juni 2015 (7771)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.