Alles im Fluss

Wäre die Formulierung nicht eher negativ besetzt, könnte von Spätfolgen der Kommunalwahlen die Rede sein. Richard Gaßner gibt den Trinkwasser-Zweckverband ab und hinterlässt eine Erfolgsgeschichte.

Für den Zweckverband zur Wasserversorgung der Wolfsbach-Theuerner Gruppe ist es eine personelle Zäsur. Mit turnusgemäß anstehenden Vorstandswahlen ist Kümmersbrucks Altbürgermeister und bisheriger Vorsitzender Richard Gaßner nach 24 Jahren aus diesem Amt ausgeschieden.

Zudem haben die Verbandsräte Hubert Blödt (seit 1999) und Werner Czermak (seit 2002) im Kielwasser der Kommunalwahlen ihr Mandat abgegeben. Erwartungsgemäß steht nun als Gaßners Nachfolger Kümmersbrucks Bürgermeister Roland Strehl an der Spitze des kommunalen Trinkwasser-Versorgers. Keinen Wechsel gab es beim stellvertretenden Vorsitzenden, Ensdorfs Bürgermeister Markus Dollacker. Renate Kastl, Michael Kleber, Renate Amrhein sowie Herbert Breitkopf (Vorsitzender) bilden das Quartett der Kassenprüfer.

"Auftrag ausgeführt", bilanzierte Gaßner knackig seine 24-jährige Amtszeit. "Es war unsere Hauptaufgabe, gutes Wasser in ausreichender Menge und zu verbraucherfreundlichen Preisen zur Verfügung zu stellen. Diesem Anspruch sind wir gemeinsam gerecht geworden." Gaßner erinnerte an die bauliche Entwicklung der Gemeindeteile Theuern und Wolfsbach mit rund 750 Einwohnern im Jahr 1972.

Beide seien gewachsen, entsprechend auch der Wasserbedarf: 1975 waren es 30 000 Kubikmeter, derzeit liefere der Zweckverband rund 80 000 Kubikmeter. Das ziehe eine durchaus "beachtliche" jährliche Bilanzsumme von 500 000 Euro nach sich. Die Körperschaft sei schuldenfrei, trotz zu schulternder großer Baumaßnahmen. In dem Gremium habe unter seinem Vorsitz immer eine gute Zusammenarbeit geherrscht, dankte dafür Gaßner namentlich den Verbandsrat-Weggefährten Herbert Breitkopf, Werner Czermak, Thomas Pronath, Hubert Blödt, Hermann Trager, Renate Kastl, Andreas Pirzer und Michael Kleber sowie seinem Stellvertreter Markus Dollacker.

Die Erweiterung des Hochbehälters (1995), zwei Versorgungsleitungen von Lengenfeld nach Theuern und von Theuern nach Wolfsbach seien die großen Brocken gewesen, um Versorgungssicherheit zu erreichen und neue Bau- sowie Gewerbegebiete in Theuern und Wolfsbach zu erschließen. Das sei erledigt worden, bei moderaten Gebührenanhebungen, betonte Gaßner. Sein Amtsnachfolger freute sich über dieses bestens bestellte Haus und hoffte, diesen "großen Fußstapfen nachhumpeln zu können".
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