Alles im Lot auf dem Musikboot

Die geehrten aktiven Musiker (von links): Pfarrer Johannes Kiefmann, 2. Vorsitzender Harald Lukesch, Vorsitzende Sabine Kredler, Dirigent Heinrich Kohl, Regina Kohl, Ulrich Meiler, Monika Meiler, Stefan Wismeth, Melanie Kussinger, Angela Koller und Christine Hüttner. Bild: sak

2016 wird die Schlichter Werkvolkkapelle 60 Jahre alt. Dabei ist das Orchester eigentlich sehr jung - der Altersdurchschnitt der Aktiven liegt bei 23 Jahren. Gut möglich, dass sie diesen Geburtstag mit einem Kreiskonzert feiern.

Dieser Ausblick kam bei der Generalversammlung im Vereinslokal Roter Hahn zur Sprache. Zuvor hatten alle in einem Gottesdienst mit Pfarrer Johannes Kiefmann der verstorbenen Mitglieder gedacht. Natürlich begleiteten die Aktiven diese Feier auch musikalisch - wofür sie viel Applaus ernteten.

In der Versammlung wurden aufschlussreiche Zahlen genannt: 111 aktive und 85 fördernde, also insgesamt 196 Mitglieder hat die Werkvolkkapelle - von 4 bis 91 Jahren. Das Durchschnittsalter aller Aktiven liegt bei 23, der Passiven bei 49 Jahren. Insgesamt sind 52 Musiker in Ausbildung, 24 instrumental, davon 8 seit vergangenem Jahr. 13 Kinder absolvieren die musikalische Früherziehung. 15 Kinder lernen Blockflöte. Derzeit sind 11 ehrenamtliche Ausbilder im Einsatz. Insgesamt wurden seit der vorangegangenen Generalversammlung über 745 Unterrichtsstunden gegeben.

Enorme Spendenfreude

Im vergangenen Jahr hätten einige Musiker Leistungsprüfungen bestanden, berichtete Vorsitzende Sabine Kredler. Die Internetseite der Kapelle (www.wvk-schlicht.de) hätten schon 45 800 Besucher aufgerufen. Ihr Blick richtete sich zurück auf eine Fülle von bestens besuchten Aktivitäten, von Ausflügen (unter anderem zur Musikparade in Nürnberg), über das Kindermusikfest bis zu Schnupperstunde und Weihnachtsmarkt. Nach dem 38. WVK-Konzert wurden 900 Euro an die Lebenshilfe Amberg und 400 Euro an den Schlichter Kindergarten übergeben. Damit steigt die Gesamt-Spendensumme, die das Orchester bisher eingespielt hat, auf über 74 533 Euro. Das Probenwochenende führte nach Wirsberg, heuer läuft es in Ensdorf. Der Bericht von Schriftführerin Laura Kussinger vermittelte weitere Einblicke. Der Kassenbericht von Claudia Gebhardt fiel durchweg positiv aus.

Sabine Kredler wies bereits darauf hin, dass 2016 wieder Neuwahlen des kompletten Vorstands anstehen. Heinrich Kohl ist der musikalische Leiter und Dirigent des großen Orchesters mit derzeit 43 Musikern. Seit der vorangegangenen Generalversammlung haben sie 23 Auftritte und 45 Proben bestritten. Die Anwesenheitsquote lag bei 80 Prozent. Kohls Aussage "alles im Lot auf dem Boot" dokumentierte, dass er mit der Entwicklung sehr zufrieden ist. Er hoffe, dass dies so bleibe.

Als Leiterin des Jugendorchesters informierte Sabine Kredler über 6 Auftritte und 42 Proben mit einer durchschnittlichen Anwesenheitsquote von 82 Prozent. Im Jugendorchester sind derzeit 32 Musiker aktiv. Nach dem großen Erfolg des Jugendgottesdienstes, der eine Idee von Pfarrer Kiefmann war, sei eine Neuauflage am Muttertag geplant.

"Ohne sie undenkbar"

Nebengruppen bereichern die WVK. Die Turmbläser (Leitung Andreas Kredler), Stubnmusik (Paula Stubenvoll), Rentnerband (Hans Hufsky) und die Kirwamusik (Christian Hüttner) hatten diverse Auftritte. Ehrendirigent Hans Hufsky dankte besonders der Vorsitzenden Sabine Kredler und auch Dirigent Heinrich Kohl für ihren Einsatz in der WVK: "Dieser Verein ist ohne diese beiden undenkbar." Er übergab einen Satz Noten, den sein Vater Franz Hufsky geschrieben hatte, an Kredler. Dieser Notensatz wurde neu gedruckt und Hufsky wünschte sich, vielleicht einmal das eine oder andere Stück von der WVK zu hören.

Pfarrer Johannes Kiefmann dankte Dirigent Kohl für den tollen Gottesdienst und die große Bereicherung durch die WVK. Stadtrat Andreas Kredler sagte, der Verein vertrete nicht nur Schlicht, sondern auch Vilseck hervorragend.
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