Alles spricht für Regensburg

Am Freitag um 20 Uhr steigt in der Weidener Hans-Schröpf-Arena das Oberpfalzderby zwischen den Blue Devils und dem EV Regensburg. Beim ersten Duell mit dem Spitzenreiter (2:4) hätten die Devils durchaus einen Punkt holen können. Erst 19 Sekunden vor Schluss sorgte der Favorit mit einem "empty-net-goal" für die Entscheidung. Hier jubeln Torschütze Konstantin Firsanov und Ales Jirik nach dem zweiten Weidener Treffer. Bild: Gebert

Von der Tabellenkonstellation her spricht im Oberpfalzderby alles für eine klare Sache. Der EV Regensburg reist als Spitzenreiter zum Schlusslicht nach Weiden. Doch die Blue Devils rechnen sich eine kleine Chance aus. Hoffnung gibt nicht nur der leichte Aufwärtstrend in den letzten Partien.

Weiden. (gb) Trotz der anhaltenden Negativserie - das 3:5 in Bad Tölz war die 14. Niederlage in Folge - sieht Josef Hefner seine Mannschaft auf einem guten Weg. Eine Steigerung sei unverkennbar, es fehle lediglich die Konstanz über 60 Minuten, sagt der Trainer der Blue Devils. "Wir haben immer eine Schwächephase, ein paar Minuten oder ein Drittel. Und da kassieren wir dann einige Gegentore. Das müssen wir abstellen."

Vielleicht können die Blue Devils die Talfahrt ausgerechnet im Oberpfalzderby stoppen. Am Freitag, 19. Dezember, um 20 Uhr gastiert der EV Regensburg in der Hans-Schröpf-Arena. Gegen den Tabellenführer gibt der neue Hoffnungsträger Jiri Kuchler sein Debüt im blau-weißen Trikot. "Man sieht, dass er ein erfahrener Spieler ist. Er wird uns auf jeden Fall weiterhelfen", beschreibt Hefner den 37-jährigen Tschechen aufgrund der ersten Trainingseindrücke. Kuchler übernimmt die Centerposition im ersten Angriff, an seiner Seite stürmen Ales Jirik und Marcel Waldowsky.

Wieder im Team sind die drei "Sünder" vom vergangenen Wochenende - Verteidiger Philipp Gejerhos sowie die Stürmer Veit Holzmann und Konstantin Firsanov. Gejerhos und Holzmann hatte Hefner am Sonntag aus disziplinarischen Gründen nicht mit nach Bad Tölz genommen, auf Firsanov hatte er nach dem ersten Drittel verzichtet. "Sie sind wieder dabei, denn jeder hat eine zweite Chance verdient. Wir haben uns ausgesprochen und sie wissen jetzt, was ich möchte und dass sie sich an Regeln halten müssen", erklärte der Devils-Coach.

Josef Hefner weiß, dass seine Mannschaft als krasser Außenseiter ins Match gegen den EV Regensburg geht. "Doch wir wollen Paroli bieten, gerade zu Hause", verspricht der Weidener Trainer einen großen Kampf. Viel wird davon abhängen, ob die Blue Devils den "SOS"-Sturm (Stieler, Oakley, Stähle) des Spitzenreiters in Schach halten können. Der Kanadier Louke Oakley (70 Punkte - 38 Tore/32 Vorlagen), der Tscheche David Stieler (70 - 28/42) und Vitali Stähle (48 - 12/36) nehmen in der Topscorerliste der Oberliga Süd die Plätze eins bis drei ein.

In den ersten beiden Derbys gegen Weiden (4:2 und 11:5 für den EVR) verbuchte das Trio 28 Punkte - Oakley erzielte 8, Stieler 4 Tore. Allerdings macht man sich in Regensburg Sorgen, ob die Paradereihe komplett auflaufen kann. Hinter dem Einsatz von Stieler steht ein dickes Fragezeichen. Der Tscheche war am Sonntag in Selb Mitte des zweiten Drittels mit einer Oberschenkelverletzung ausgeschieden.

Am Sonntag, 21. Dezember, um 17.30 Uhr treten die Blue Devils beim Tabellensiebten EHC Klostersee an. Auch gegen die Grafinger haben die Blue Devils die ersten beiden Spiele verloren (3:5 und 2:6). Dennoch sieht Josef Hefner auch in dieser Partie eine Chance für sein Team: "Warum sollen wir dort nichts erreichen?"

Aufgebot Blue Devils: Huber, Engmann - Pojkar, Herbst, Willaschek, Synowiec, Pöpel, Gejerhos, Ehmann - Jirik, Kuchler, Waldowsky, Holzmann, Pronath, Firsanov, Salinger, Schopper, Zellner, Seibel
Weitere Beiträge zu den Themen: Schröpf (1449)Dezember 2014 (1863)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.