"Alles, was es zum Leben braucht"

Pfarrerin Anne Utz taufte vor dem geschmückten Erntedankaltar in der Kreuzkirche die kleinen Leon (Familie Wagner-Ritsch/links) und Richard (Familie Gert). Die Taufe bildete den Abschluss eines inhaltsvollen Erntedankgottesdienstes "in Etappen", bei dem die Gläubigen durchgehend zum Mitmachen aufgefordert waren. Bild: rn

Erntedank und Taufe verschmolzen bei der evangelischen Kirchengemeinde zu einer Einheit. Zum Ende des Gottesdienstes erbat Pfarrerin Anne Utz Gottes Segen für Früchte und Neugeborene: "Gott segne alles, was er geschaffen hat, mit dem Reichtum seiner Gnade."

Die Pfarrerin versprach nicht zu viel, als sie zum Erntedankfest einen Mitmachgottesdienst ankündigte. Ihrem Aufruf "Jede gute Gabe kommt vom Herrn, darum kommet und danket" erwiderten die Gläubigen mit dem Lied "Danke für alle gute Gaben".

Mit verbindenden Worten begleiteten Gemeindemitglieder den "Erntedank in Etappen". In einem ersten Schritt traten die Gläubigen in langen Reihen in den Altarraum und entnahmen den Schalen jeweils ein Getreidekorn, in dem "alles drin ist, was es zum Leben braucht". Beim Lied "Wir pflügen und wir streuen" kamen sie erneut nach vorne und legten ihr Korn in einen Korb mit Erde.

Großes Ährenbüschel

Das weitere Sprießen und Wachsen symbolisierten die Sonne an den Kirchenfenstern, Trippelschritte als Regengeräusch und das Angießen der Erde. Weitere szenische Etappen des Dankgottesdienstes waren das Streicheln und Fühlen von Getreideschösslingen in großen Schalen und das Ablegen eines großen Ährenbüschels am Altar. Die Gläubigen sangen dazu "Himmels Au".

Der Vertiefung des Themas diente die Bildprojektion von Erntevorgängen und der Zubereitung von Früchten. Die letzte Erlebnisetappe waren Schalen mit Mehl. Die Gläubigen probierten dieses und ließen es auf der Zunge zergehen. "Jesus kannte all das gut, was wir bei unseren Stationen erlebt haben", erklärte Pfarrerin Anne Utz zusammenfassend. Eine Gruppe von Vortragenden zitierte dazu aus dem Leben Jesu.

Zum Ende des Gottesdienstes bildeten die Gläubigen zu den Worten der Pfarrerin einen großen Kreis: "Wir danken Gott für Brot und Weintrauben." Körbchen mit Brotstücken und Weintrauben zur Verkostung machten die Runde.

Erinnerung an eigene Taufe

Eingebunden in den Gottesdienst war die Taufe von Leon und Richard. Dazu gehörten der Taufbefehl aus dem letzten Kapitel des Matthäus-Evangeliums, die Taufversprechen von Eltern, Paten und Gemeinde, das Vortragen der Taufsprüche und das Entzünden der Taufkerzen.

Während der Einspielung eines Halleluja-Gesangs traten alle Besucher des Gottesdienstes ans Taufbecken und bekreuzigten sich zur Erinnerung an die eigene Taufe mit Taufwasser. Bei der anschließenden geselligen Nachfeier wurde am offenen Feuer im Kirchgarten Stockbrot gebacken.
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