Alpenländisches Adventssingen in der Pfarrkirche - Stehender Beifall und eine Zugabe
Ein wunderbar "z'ammg'stimmtes" Trio

Ulrike Schwab, Resi Lorenz und Rita Gleißner (von links) ergänzen sich zu einem perfekten Gesangstrio. Bild: mh
Tiefverschneites winterlich-beschauliches Alpenland statt grauem Marktflecken mit Schmuddelwetter. Wer das gesucht hatte, hätte am Sonntagnachmittag nur in die Pfarrkirche St. Martin gehen müssen. Genau dorthin versetzte das Trio "Z'ammg'stimmt" die Zuhörer mit seinem alpenländischen Adventssingen.

"Advent is' a Leucht'n" war das Programm überschrieben. Vom tristen Novembergrau ging es beim Betreten des fast dunklen Gotteshauses schon hinein in ein Lichtermeer aus vielen Kerzen, das den Goldschmuck der barocken Pfarrkirche zum Glänzen und Leuchten brachte. Nach der Begrüßung durch Pfarrer Arnold Pirner nahmen Ulrike Schwab, Rita Gleißner und Resi Lorenz die Gäste mit Adventsliedern mit in die Berge.

Schon bei den ersten drei Stücken konnte man hören, wie gut "z'ammg'stimmt" die drei Sängerinnen sind. Weder Stimmlage noch Dialekt bereiteten dem Trio Probleme. Rita Gleißner begleitete souverän an der Zither.

Das abgeänderte Kirchenlied "Tauet Himmel, den Gerechten" sangen die drei a capella. Und bei "Dunkel ist's" dachte wahrscheinlich jeder gleich an die aktuellen Weltprobleme, als auch hier Krieg und Leid erwähnt wurden. Auf Flöten brachten Uli Schwab und Rita Gleißner - diesmal von Resi Lorenz auf der Gitarre begleitet - einen "Stub'nlandler" dar, später eine Advents- und Hirtenweise.

Mit vier Liedern wurde die Verkündigung Mariens besungen. Gedanken zum Advent sprach Pfarrer Pirner, der unter anderem die Bereitschaft Marias und die Verkündigung des Engels in den Mittelpunkt seiner Ausführungen stellte.

Viel Gefühl

Es mochte wohl am alpenländischen Dialekt liegen, dass man bei den mit Herzblut vorgetragenen Liedern mitfühlen, sich ins Geschehen hineinversetzen und auf das Gehörte einlassen konnte. Das zeigte sich gerade bei der Herbergssuche. Harmonischer als die drei Sängerinnen die Lieder darboten, geht es kaum. Auch bei den Instrumentalstücken, eine willkommene Abwechslung im umfangreichen Programm, boten die drei gekonnt abgestimmtes Zusammenspiel. Man merkt förmlich, welchen Spaß und welche Freude den Frauen das Singen und Musizieren macht.

Freude hat es auch den Zuhörern gemacht, die in dieser Stunde abschalten, den Alltag hinter sich lassen und zur Ruhe finden konnten. Nach stehendem Beifall gab es noch eine Zugabe. Mancher Zuhörer machte sich wahrscheinlich mit einem adventlichen Ohrwurm auf den Weg nach Hause.
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