Alphorn-Entwicklungshelfer

Benno Englhart (links) und Klaus Rosner mit ihren wichtigsten Gepäckstücken für die Reise. Ein Marimbaphon wartet bereits in Korea. Bilder: myd

In neun Tagen geht's los. Benno Englhart und Klaus Rosner brechen auf nach Südkorea, Trompete, Alphorn und Perkussion-Sticks im Gepäck. Die beiden Musiker und Musiklehrer sehen sich als Musikalische Botschafter der Oberpfalz.

Maria Seidl hat die Reise der Musiker mit organisiert. Die gebürtige Pressatherin lebt seit drei Jahren in Seoul. Worauf er sich eingestellt hat und worauf sich die Koreaner einstellen müssen, berichtet Benno Englhart im Interview.

Wie kommen Sie zur Einladung aus Südkorea?

Im vergangenen Jahr war ich mit den Hahnbacher Marktbläsern schon dort. Dabei haben sich viele Gespräche und Kontakte ergeben. Besonders das Alphorn hatte es den Koreanern angetan. Im Frühjahr erreichte mich nun die Einladung zu Musikfestivals in Jangheung und Kangjin im Süden des Landes. Besonders freut mich, dass mich mit dem Schlagzeuger und Perkussionisten Klaus Rosner ein super Kollege begleitet. Er spielt vor allem das Marimbaphon (eine Art Xylophon).

Was bekommen die Südkoreaner von Ihnen zu hören?

Ich habe ein Programm mit einigen Welt-Uraufführungen vorbereitet. Da es für die Kombination Marimba/Trompete nicht viele Stücke gibt, habe ich einige umarrangiert. Beispielsweise ist das Bravourstück für Trompete "Karneval von Venedig" für Klavierbegleitung geschrieben. Klaus übernimmt den Part am Marimbaphon. Auch ein Arirang haben wir dafür umgeschrieben. Die meisten Städte in Korea haben ein eigenes Arirang (eine Art Hymne). Wir interpretieren das Seoul-Arirang.

War den Menschen in Korea das Alphorn bereits bekannt?

Ja, es gibt Alphornspieler und sogar einen koreanischen Jodelklub. Im letzten Jahr haben wir mehrfach mit einheimischen Musikern gespielt. Für unsere Konzertreise wurden wir gebeten, Workshops für Trompete, Alphorn und Marimba anzubieten. So können wir uns für die Gastfreundschaft revanchieren. Bei den Festivals sind auch Auftritte mit einheimischen Alphornspielern im Trio vorgesehen.

Wie wird Ihr Aufenthalt verlaufen?

Wir starten am Sonntag, 26. Juli. Nach der Ankunft am Montag werden wir einige Tage in Seoul bei Maria Seidl und ihrem Mann Alfred verbringen. Mit Opernsänger Lee Kyungoh geben wir in Seoul Konzerte. Nach drei Tagen geht die Fahrt weiter nach Jangheung und Kangjin im Süden. Auf die Musikfestivals dort freuen wir uns sehr. Danach verbringen wir ein paar Tage auf der Insel Jeju. Auch dort sind Konzerte mit Lee Kyungoh geplant.

Sie haben das Land bereits kennengelernt. Worauf freuen Sie sich besonders?

Auf die Menschen, die wir schon kennen, auf neue Begegnungen, das Essen und auf alles andere.

___

Weitere Informationen im Internet:

http://www.englhart-music.de
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8666)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.