Als Außenseiter in die Derbys

Die Scheibe schlägt im Kasten des Regensburger Keepers Thomas Ower ein: Im Hinspiel trotzten die Blue Devils dem souveränen Spitzenreiter der Oberliga Süd beim 3:4 nach Verlängerung einen Punkt ab. Heute um 20 Uhr wird in der Donau-Arena das zweite Oberpfalzderby in dieser Saison zwischen dem EV Regensburg und den Blue Devils Weiden angepfiffen. Das zweite Nachbarduell an diesem Wochenende steigt am Sonntag um 18.30 Uhr in Weiden gegen die Bayreuth Tigers. Bild: Gebert

"Wir sind zwei Mal der Underdog", sagt Markus Berwanger vor dem Derby-Doppelpack. Und der Blick auf die Tabelle bestätigt die Einschätzung des Trainers der Blue Devils, denn die Weidener treffen auf das momentane Spitzenduo der Oberliga Süd. Personalsorgen erschweren die Aufgaben zusätzlich.

Weiden. (gb) Zwei Schlagerspiele für die Blue Devils (9. Platz/13 Punkte)! Am Freitag um 20 Uhr treten die Weidener beim souveränen Spitzenreiter EV Regensburg (1./32) an. "Wir freuen uns auf das Oberpfalzderby, auch wenn wir krasser Außenseiter sind", blickt Markus Berwanger der Partie entgegen. Diesem Match gelte zunächst die volle Konzentration, über das zweite Wochenend-Spiel mache er sich erst danach Gedanken, sagte der Devils-Coach vor dem Abschlusstraining am Donnerstagabend. Derbystimmung herrscht auch am Sonntag ab 18.30 Uhr in der Weidener Hans-Schröpf-Arena im Duell mit den Bayreuth Tigers (2./25).

Ohne Schreier und Ortolf

Mit welchen Formationen die Blue Devils in die beiden schweren Partien gehen, wird sich kurzfristig entscheiden. Berwanger muss wieder umstellen, weil Verteidiger Thomas Schreier (krank) und Stürmer Stefan Ortolf ausfallen. Den mit sieben Treffern besten Torschützen plagen Rückenprobleme. Wieder einsatzfähig sind die zuletzt fehlenden Philipp Siller und Lukas Salinger.

Die Blue Devils spielen zwar besseres Eishockey als in den letzten beiden Jahren, in den Ergebnissen spiegelt sich das allerdings nicht wider. In 13 Spielen gab es nur 4 Siege. Berwanger hat dafür eine einfache Erklärung: "Wer glaubt, es läuft sofort alles super, wenn man einen neuen Trainer holt und sechs, sieben Spieler austauscht, der liegt falsch." Zusammen mit Team-Manager Christian Meiler habe er "Strukturen in die Mannschaft gebracht". Aber es sei alles nicht so einfach: "Das dauert, wir müssen weiter hart arbeiten."

Als Vorbild nennt Berwanger den EV Regensburg, der vor nicht allzu langer Zeit die gleichen Probleme hatte und im Tabellenkeller steckte. Zur Erinnerung: Ende der Saison 2013/14 kämpften Regensburg und Weiden in der zweiten Play-down-Runde gegen den Abstieg. Der EVR erreichte mit 3:1-Siegen sportlich das Ziel, die Devils rückten später für Schweinfurt nach.

Lob für Regensburg

"Man muss neidlos anerkennen, dass es Regensburg danach hervorragend gemacht hat und uns momentan enteilt ist", lobt Berwanger den Oberpfälzer Rivalen, der die Tabelle der Oberliga Süd mit sieben Punkten Vorsprung anführt. Bemerkenswert ist zudem, dass die Truppe von Trainer Doug Irwin in allen zwölf Partien gepunktet und erst einmal verloren hat - 3:4 n.V. in Bayreuth. Im Hinspiel allerdings trotzten die großartig kämpfenden Blue Devils dem Favoriten beim 3:4 n.V. einen Punkt ab.

Den ersten Vergleich mit den Bayreuth Tigers verloren die Weidener mit 1:4. Nach der Devils-Führung sorgten die Oberfranken mit drei Toren innerhalb von 98 Sekunden für die Wende. Der Tabellenzweite reist am Sonntag als Favorit in die Oberpfalz, obwohl mit Andreas Geigenmüller ein wichtiger Akteur fehlt. Der Ex-Devil laboriert an einer Handverletzung. Geigenmüllers Platz in der "KGB"-Reihe mit dem Slowaken Ivan Kolozvary und Michal Bartosch hat nun der junge Russe Fedor Kolupaylo.

Blue Devils Weiden: Hönkhaus, Huber - Herbst, Pöpel, Willaschek, Ketterer, Synowiec, Salinger, Turnwald. F. Zellner - Wiecki, Jirik, Siller, Waldowsky, Laliberte, Vaskovic, Holzmann, Kirchberger, Schopper
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