Als Avatar nach "Transylvania"

Schönen Gruß von Frank N. Furter: Als "Kreaturen der Unterwelt" begeisterte das Hammerleser Männerballett die Preißacher.

Quer durch die Geschichte der Filmmusik tanzten sich die Akrobaten des Hammerleser Faschingsverein beim Rosenmontagsball der Feuerwehr Burkhardsreuth. Das Männerballett schlüpfte dabei in die Rollen unheimlicher Kreaturen.

Die Grippe schlug Lücken in die Reihen der Maschkerer: Beim Rosenmontagsball der Feuerwehr Burkhardsreuth blieben heuer ein paar Plätze im Schützenheim leer. "Wir haben einige Anrufe von Leuten erhalten, die gern gekommen wären, aber durch einen saisonalen Virenangriff außer Gefecht gesetzt waren", erzählte Feuerwehr-Vorsitzender Robert Schwemmer.

Der guten Stimmung tat das keinen Abbruch. Verena Hoch, Chefin des Hammerleser Faschingsvereins, hatte einmal mehr Grund, sich über das Preißacher "Super-Publikum" zu freuen, das dem Prinzenpaar Marina I. und David I. und ihrem tanzenden "Hofstaat" den Saisonabschluss mit begeistertem Beifall versüßte. Es war schwer, von den Tanzdarbietungen nicht hin- und mitgerissen zu sein. Den Vogel schoss das Männerballett ab, das als "Kreaturen der Unterwelt" das Schützenheim für ein paar Minuten in Frank N. Furters "Galaxy of Transylvania" katapultierte.

Durchaus nachdenklich stimmte der Schautanz nach James Camerons Kultfilm "Avatar": In fantasievollen Kostümen versetzten die Tänzer das Publikum in das Jahr 2154, in dem die Menschheit sich anschickt, nach "geglückter" Ausbeutung des Heimatplaneten andere Welten auszubeuten und zu zerstören.

Eine saubere Leistung bot die Garde zu Melodien aus "Dirty Dancing" nebst einem "Lambada" als Zugabe. Märchenhaft tanzten Prinzenpaar und Garde zur Musik aus "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". Mit schwungvollen Solotänzen bestachen als Funkenmariechen Tanja Hösl sowie Lara Hoch, die obendrein noch mit Andreas Maul ein akrobatisches Duo aufs Parkett legte.

Bürgermeisterinnen-Orden

Einen Sonderapplaus gab es für Prinz David I., der am Rosenmontag seinen Geburtstag feierte. Nicht fehlen durften die "gefürchteten Ordensverleihungen", wie Verena Hoch selbstironisch spöttelte. Den "Bürgermeisterinnen-Orden" erhielt Carmen Pepiuk, denn "sie hat viel Mut und viel Geschick, für uns ein Riesenglück". Für seine jahrzehntelange aktive und kompetente Arbeit in der Feuerwehr wurde Josef Hader ausgezeichnet. Den "Atemschutzwart-Orden" hatte sich Markus Reiß und den "Ich-hol-dich-mit-dem-Fendt-ab-Orden" der "coole Hund" und langjährige "Aktivposten" des unvergessenen "Senk- und Spreizfuß"-Showballetts Andreas Hörl verdient. Ordensreif war die Leistung des Musikerduos "Boarisch Buam Xpress", das die Ballgäste auf eine fünfeinhalbstündige Reise vom Zillertal über Schwabing bis nach Amarillo mitnahm und dafür von Robert Schwemmer zur "besten Band Deutschlands" proklamiert wurde.
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