Als Botschafter in Klein-Pilsen

Nicht nur die Fünftklässler, sondern auch Bürgermeister Werner Nickl (Vierter von links in der zweiten Reihe), Klassenlehrerin Eva Raps (zweite Reihe rechts) und Tschechisch-Lehrerin Dagmar Weber (Dritte Reihe links) waren von dem Projekt "Mini-Plzen" begeistert. Bild: jzk

Politiker hätten es nicht besser machen können. Drei Tage lang schlüpften Fünftklässler der Mittelschule in die Rolle von Botschaftern. In Pilsen vertraten sie den Landkreis Tirschenreuth.

Kemnath. (jzk) Mit Klassenleiterin Eva Raps und Tschechisch-Lehrerin Dagmar Weber beteiligten sich die Schüler am Projekt "Mini-Plzen". Lenka Hubácková und Lucie Mantel hatten den Klassenausflug über die Steinwald-Allianz organisiert. Fahrt, Aufenthalt und Verpflegung waren für die Mädchen und Buben kostenlos.

Für das Projekt "Mini-Plzen" entstand in einer Sporthalle und auf dem umliegenden Gelände einer Schule mit Stellwänden eine kleine Stadt. Acht- bis 15-Jährige können dort in verschiedenen Berufen arbeiten, an der Universität studieren und ihr verdientes Geld (Mini-Pilsen-Kronen) in der Mini-Stadt für Freizeitaktivitäten oder einen Restaurantbesuch ausgeben. Zudem gibt es Tretautos als Taxen und Straßenbahnen. Die Kinder haben sogar die Möglichkeit, dort innerhalb von drei Tagen einen Führerschein zu erwerben. Ebenso wurde an ein Arbeitsamt, Rathaus und eine Stadtverwaltung gedacht. An jedem Montag steht die Wahl eines Bürgermeisters an. Das Besondere ist, dass Erwachsene die Arbeitsstellen zwar betreuen, aber nur die Kinder tätig sind und Entscheidungen treffen.

Pressekonferenz mit Nickl

Die Kemnather richteten in der Mini-Stadt zunächst die deutsche Botschaft ein. Hier verkauften sie gebastelte Objekte und selbst gemachte Holunderlimonade. Zur offiziellen Eröffnung der Botschaft mit Pressekonferenz war auch Kemnaths Bürgermeister und stellvertretender Vorsitzender der Steinwald-Allianz Werner Nickl angereist. Er zeigte sich sichtlich begeistert vom Projekt und erhielt zur Erinnerung ein in der Mini-Stadt hergestelltes Porträt von Albert Einstein.

Als Dozenten hielten die Kemnather Mittelschüler Vorlesungen über den Landkreis Tirschenreuth mit seinen Sehenswürdigkeiten und vielfältigen Landschaften, über den Alltag und die Idole eines bayerischen Schülers und über die deutsche Sprache.

Doch auch das richtige Pilsen bekamen die Fünftklässler zu sehen. Mit der Trambahn fuhren sie in die Innenstadt. Die Stadtführung übernahmen Mitarbeiter von "Tandem", einem Koordinationszentrum für deutsch-tschechischen Jugendaustausch. Zudem stand der Besuch eines Einkaufszentrum auf dem Programm.
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