Als Fahrer großzügig sein

Ausreichend Sicherheitsabstand halten, dazu fordert die Gebietsverkehrswacht alle Fahrzeuglenker auf Plakaten auf. Bild: rn

Jeder, der im Straßenverkehr unterwegs ist, kennt sie: Fahrer, die drängeln und den Sicherheitsabstand nicht einhalten. An sie appelliert die Gebetsverkehrswacht mit ihrer Plakataktion.

An den Bundesstraßen 299 und 470 weist sie mit der Warnung "Einer drängelt, drei sterben" auf die Risiken hin, die mit zu dichtem Auffahren verbunden sind, und fordert die Fahrer auf, den Sicherheitsabstand stets einzuhalten.

Aus seinen täglichen Erfahrungen weiß Hans Bscherer, der Vorsitzende der Gebietsverkehrswacht, dass Drängler von anderen Verkehrsteilnehmern als Bedrohung empfunden werden und sogar Unfälle auslösen können. Ein jeder sollte doch aus seiner Fahrschulzeit noch wissen, wie viel Abstand er bei welcher Geschwindigkeit halten sollte, merkt er an und verweist auf das Risiko eines Bußgeldes.

"Wurde der Sicherheitsabstand nicht eingehalten, ist es im Falle eines Unfalls zu spät", gibt Bscherer zu bedenken. Er hat unterschiedliche Faustregeln parat, mit denen der Sicherheitsabstand berechnet werden kann. Die bekannteste davon ist wohl die "Halbe-Tacho-Regel". Das heißt, zum Beispiel bei 80 Stundenkilometer sind 40 Meter Sicherheitsabstand einzuhalten. Man könne sich aber auch einen Punkt merken, den der Vorausfahrende gerade passiert. Dann werden die Sekunden gezählt, die vergehen, bis selbst dieser Punkt erreicht wird. "Als Sicherheitsabstand gelten hier zwei bis drei Sekunden Abstand", erklärt der Fahrlehrer.

Damit der Bremsweg im Zweifelsfall lang genug ist, sollte vor allem bei schlechtem Wetter sehr großzügig Abstand gehalten werden. Ein vorgeschriebener Abstand besteht für Kraftfahrzeuge, für die eine besondere Geschwindigkeitsbegrenzung gilt, wie Traktoren oder Züge über sieben Meter Länge. "Sie müssen außerorts auf Straßen mit nur einem Fahrstreifen je Richtung so viel Abstand halten, dass ein Überholender einscheren kann."

Der Vorsitzende der Gebietsverkehrswacht ruft auch dazu auf, beim Überholen oder Vorbeifahren den Seitenabstand zu anderen Fahrzeugen zu beachten. Dieser sollte mindestens einen Meter betragen. "Zweiradfahrer und Fußgänger auf der Fahrbahn dürfen nur mit besonders großem Abstand überholt werden - mindestens 1,5 Meter."
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