Alternatives Düngemittel: Pflanzenjauche selber machen
Brühe "stinkt" Läusen

Wer auf künstliche Dünger- und Pflanzenschutzmittel verzichten will, kann Jauche aus Brennnessel, Beinwell, Knoblauch, Zwiebel oder Ackerschachtelhalm selbst herstellen. Diese Kräutermittel unterstützen das natürliche Bodenleben und schonen nützliche Insekten - so wird das ökologische Gleichgewicht beibehalten, erläutert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Außerdem fördern diese Mittel das Wachstum der Pflanzen - Brenneseljauche sei zum Beispiel gut für Obst- und Blühpflanzen sowie Gemüse wie Gurken, Kohl, Porree, Tomaten und Zucchini. Ihr Geruch hält zugleich Läuse und Spinnmilben fern.

Und so geht es: Das Pflanzenmaterial möglichst klein schneiden und in einem offenen Gefäß bis zu 15 Zentimeter unter den Rand aufschichten. Das Ganze mit kaltem Wasser ansetzen. Dieses sollte nicht wesentlich höher als die Pflanzenschicht eingefüllt werden. So kommt genügend Sauerstoff daran. Die Masse zersetzt sich nun. Da dabei sehr viel Sauerstoff benötigt wird, sollte das Gemisch zwei- bis dreimal am Tag umgerührt werden. Nach ein bis zwei Tagen beginnt die Jauche zu brodeln. Nach rund 14 Tagen ist das Gemisch fertig. An einem sonnigen Standort verkürzt sich der Gärungsprozess. Das Ganze riecht allerdings nicht angenehm. Gegen die Geruchsbelästigung empfiehlt es sich, der Jauche etwas Steinmehl oder einige Esslöffel Humofix, ein pulverisiertes Kräutergemisch, beizugeben.

Pflanzenjauchen sowie auch der Komposthaufen gehören zur unabdingbaren Grundausstattung eines naturnah gepflegten Gartens.
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