Altes Gemälde, neue Schau

Wieder "daheim" ist zur Freude von HAK-Vorsitzendem Hans Rösch (links) und Museumsleiter Anton Heindl das restaurierte Panorama der Schlacht bei Kastl am 26. August 1796. Damals hatten Bürger und Bauern einen französischen Trupp in die Flucht geschlagen. Bild: bjp

Es ist wieder da: Nach gründlicher Restaurierung ist das Panorama der "Schlacht bei Kastl" vom 26. August 1796 ins Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum Kemnath zurückgekehrt.

Kemnath. (bjp) Die Fachleute der Thumsenreuther Firma Ottera heilten nicht nur manchen "Verbissschaden", den der Zahn der Zeit dem Bild zugefügt hatte, sondern kleideten es obendrein in einen gediegenen Vergolderrahmen. Ganz nebenbei brachten sie etwas Licht in seine Entstehungsgeschichte.

Signatur von Martin Weyh

Aufs Neue sicht- und lesbar wurde nämlich die Signatur, mit der sich Martin Weyh als Urheber verewigte. Der Künstler ist im Kemnather Land kein Unbekannter: Von ihm stammt unter anderem das 1817 geschaffene Sankt-Wendelinus-Gemälde in der Kulmainer Pfarrkirche. Dessen besondere Bedeutung liegt darin, dass es den Anblick von Dorf und Kirche vor dem großen Ortsbrand von 1834 für die Nachwelt festhielt.

Hans Rösch als Vorsitzender des Heimatkundlichen Arbeitskreises (HAK) und Museumsleiter Anton Heindl freuen sich über die "Rückkehr in alter, neuer Frische" eines der bekanntesten Exponate des Kemnather Museums.

Die lokalpatriotische Reminiszenz an das Scharmützel von Kastl, als Bürger und Bauern aus dem Kemnather Land ein durchziehendes französisches Bataillon in die Flucht schlugen, ist nicht die einzige Neuigkeit, die die Museumsbesucher erwartet. Am Sonntag, 29. November, von 14 bis 16 Uhr ist die Musikautomatenausstellung "Musikeum" des Heimat- und Handfeuerwaffenmuseums im "Meisterhaus" geöffnet und stellt einen musiktechnischen Höhepunkt aus DDR-Fertigung, das "Melodikon", vor. In der benachbarten Fronveste kann an diesem Tag letztmals die schulgeschichtliche Sonderausstellung "Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir" besucht werden.

"Lichterglanz" ab Dezember

Diese wird am Candle-Light-Freitag, 4. Dezember, von der neuen Weihnachtsausstellung abgelöst, die sich unter dem Motto "Lichterglanz und Kerzenschein" vortrefflich in das adventliche Lichtermeer einfügt. Gezeigt werden bis zum 7. Februar 2016 Kulissenweihnachtskarten, Papierkrippen und anderer historischer Baum- und Zimmerschmuck aus Pappe, Papier und Metalldraht: ein "buntes Sammelsurium historischer Schätze", das die Besucher auf eine nostalgische Reise durch die Weihnachtszeit mitnimmt. Das Museum ist am 4. Dezember von 17 bis 21 Uhr geöffnet. Während dieser Zeit lädt auch der Musiksalon "Musikeum" zum Aufwärmen bei Glühwein, Plätzchen und Weihnachtsliedern aus aller Welt ein.

Ab 18 Uhr stellt Anton Heindl zudem das Jahresprogramm 2016 des HAK-Museumsteams vor. Der Eintritt ist frei, für die adventlichen Schmankerl im "Meisterhaus" bittet der Verein um Spenden. Wer am 4. Dezember keine Gelegenheit zum Besuch hat: Das Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum ist jeden Sonntag von 14 bis 16 Uhr, am ersten Sonntag des Monats zusätzlich von 10 bis 12 Uhr geöffnet.
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