Altlandrat Anton Binner wird am Montag 85 Jahre alt - Grundstein für moderne Infrastruktur ...
Zufriedener Lebensabend im Altenheim

Neustadt/WN. (ms) Jahrzehntelang gehörte er zu den führenden Kommunalpolitikern in der Region, doch seit seinem Ruhestand ist es immer ruhiger um Anton Binner geworden: Am Montag, 7. Dezember, feiert der Altlandrat und Neustädter Ehrenbürger in guter körperlicher Verfassung seinen 85. Geburtstag im Caritas-Altenheim, wo er seit dem Frühjahr den Ruhestand verbringt.

Schon als Bürgermeister und später als Landrat war Binner ein unkomplizierter Mensch, der einfach und zufrieden lebte. Und zufrieden ist er jetzt auch im Seniorenheim. "Mir gut es gut", versichert er. "Ich bin dem Herrgott dankbar, dass ich so lang leben darf und die Gedanken noch einigermaßen beieinander hab'", sagt der gläubige Katholik, der regelmäßig die Gottesdienste in der Hauskapelle besucht.

Nie abgehoben

Den größten Teil des Tages verbringt Binner in seinem Zimmer. Mit Auf- und Abgehen hält er sich in Bewegung. Auf dem kleinen Tisch liegt aufgeschlagen "Der neue Tag". Gleich in der Früh liest er ausführlich die Zeitung, so dass er stets auf dem Laufenden ist.

"Ich habe immer versucht, in der Kommunalpolitik mein Bestes zu geben", blickt der Jubilar zurück. Wenn man vom Bürger ein Amt bekomme, müsse man es so ausfüllen, dass dieser auch damit zufrieden sei. "Man darf nicht abheben." Binner hat sich immer ganz intensiv um die Interessen der kleinen Leute gekümmert.

Der frühere Justizbeamte gehörte von 1966 bis 1996 für die CSU dem Kreistag an. Von 1972 bis 1984 war er Bürgermeister in der Kreisstadt, von 1984 bis 1996 Landrat. 16 Jahre vertrat er die Interessen der Region im Bezirkstag.

Viele Spuren hinterlassen

Als Landkreischef legte Binner den Grundstein für eine moderne Infrastruktur. 34 Millionen Euro flossen in seiner Amtszeit in den Ausbau der Kreisstraßen. Wohnungsbau-Förderprogramm für kinderreiche Familien, Sanierung des baufälligen Alten Lobkowitzerschlosses und Neubau der Förderschule in Neustadt sind weitere markante Projekte. Schmerzlich waren für Binner die Krise der Bleikristallindustrie, die Hunderte Arbeitsplätze kostete, das Scheitern der KAB-Sozialinstitute in der Friedrichsburg Vohenstrauß und das Hickhack um die Müll-Zwangseinweisungen.

Viele Spuren hat Binner als Rathauschef hinterlassen. Grundschule, Feuerwehrhaus, Bauhof, Brücke über die Eisenbahnlinie Regensburg-Hof entstanden, neue Baugebiete wurden ausgewiesen und das Sportgelände des ASV auf dem Felix ausgewiesen.
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