Am Tag zu wenig Aktive

Alois Schindler. Bild: hl

Zwei Dinge lagen Kommandant Uwe Libowsky am Herzen. Das eine war seine Zukunft bei der Feuerwehr, das andere die Einsatzbereitschaft tagsüber.

Waldeck. (hl) Uwe Libowsky erklärte in der Jahreshauptversammlung, dass er aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten müsse. Es sei ihm daher auch nicht mehr möglich, bei den Wahlen im kommenden Jahr als Kommandant anzutreten.

Er sprach aber auch ein Problem an, dass nicht nur die Waldecker Wehr betrifft. Bei einer Alarmierung während des Tages stünden, immer weniger Aktive zur Verfügung, weil viele auswärts arbeiten. Hinzu komme, dass durch neue Regelungen das Fahrzeug nur mit einem Zusatzführerschein bewegt werden darf. Weiter gab Libowsky zu bedenken, dass der aktive Dienst ab 63 Jahren nicht mehr möglich ist. Er frage sich, wieso jemand bis 67 arbeiten soll. Ältere sollten doch wenigsten bei leichteren Arbeiten weiter mitmischen können und ihre Erfahrung einbringen. Dem stimmte Kreisbrandmeister Alois Schindler zu . Gerade in diesem Zusammenhang tauchten immer wieder Forderungen nach Fusionen kleinerer Wehren auf. Diese seien aber nicht gerechtfertigt, da jede Wehr an ihrem Standort gebraucht werde und sie am besten mit den Örtlichkeiten vertraut sei.

Gegenseitig helfen

Eine Lösung wäre für Schindler, sich gemeinsam zu unterstützten und intensiver zusammen die Probleme anzugehen. Auch müsse die Nachwuchsförderung intensiviert werden. Gemeinsame Unternehmungen unter der Leitung der Feuerwehren, wie Besuche der Leitstelle oder anderer feuerwehrtechnischer Einrichtungen, könnten das Interesse wecken. Zum Digitalfunk erklärte er, dass mit der Einweisung im Frühjahr begonnen werde.

Laut zweitem Kommandanten Peter Köstler rückte die Wehr zu 18 Einsätzen aus, darunter elf technische Hilfsleistungen und vier Sicherheitswachen. Je einmal war eine Fehlalarmierung und ein Wasserschaden zu verzeichnen. Bei einem Unwetter waren die Aktiven an einem Tag drei Mal gefordert. Ölspuren waren drei zu beseitigen. Das alles summierte sich auf 212 Einsatzstunden. Eine große organisatorische und strategische Leistung erfordert jedes Jahr der Waldecker Faschingszug. 56 Aktive sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Ihnen dankte der dritte Präsident des WCV, Michael Pinzer.

Peter Köstler würdigte die Aktiven für ihre Einsatzbereitschaft. Vom Digitalfunk erhofft er sich Verbesserungen hinsichtlich der Alarmierung. Die Atemschutzträger bat er, die Untersuchungen aufzufrischen und sich durch Übungen auf dem neuestem Stand zu halten. Maschinist Michael Pinzer sprach von 558 Kilometern, die das Fahrzeug im Vorjahr zurückgelegt habe. Die Spritze lief 1,5, der Nass-Sauger 2,5 sowie Motorsäge, Aggregat und Ausleuchtanlage je 4 Stunden. Einige Kameraden haben einen Motorsägekurs absolviert. Für die Fahrzeugpflege fielen 14 Arbeitsstunden an.

Der Truppe von Jugendwart Hans Birkner gehören derzeit zwei Mädchen und ein Junge an. Sie nahmen erfolgreich am Wissenstest teil, beteiligten sich regelmäßig an den Übungen und wirkten bei der Schauübung beim Frühlingsfest mit. Einen Sprechfunklehrgang hat Emmanuel Merkl absolviert. Birkners Dank galt den Jugendlichen und seiner Vertreterin Angelika Karl. Für 2016 stehen gesonderte Jugend-Übungen auf dem Plan. Durch verstärkte Werbung von Jugendlichen sollte es möglich sein, eine Jugendleistungsprüfung zu organisieren.

Sirene zu leise

Zur Sprache kam auch die Sirene in Waldeck. Bei ungünstigen Windverhältnissen sei in den Siedlungen nicht zu hören. In Godas fehle die Sirene ganz. Vorstand und Stadt wollen hier nach Möglichkeit Abhilfe schaffen. Der Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins, Georg Wagner, dankte für die Unterstützung bei der Ausleuchtung und Verkehrsregelung beim Theater auf dem Schlossberg sowie beim Maibaumaufstellen.
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