Am Vorplatz noch Sparpotenzial

Die Gestaltung des Vorplatzes und der Fassaden beider Gebäude (links Feuerwehr, rechts Gemeindestadel) standen im Gemeinderat zur Diskussion. Bild: ds

Die Fassadenfarbe an Feuerwehrhaus und Gemeindestadel, die Zukunft des Häuschens mit der Viehwaage oder ein möglicherweise nicht nach Plan verlegtes Pflaster: In Etzelwang liefert das künftige Bild des Orts viel Gesprächsstoff.

Der Gemeinderat Etzelwang befasste sich bei seiner Sitzung im Gasthaus Zur Linde mit einer Reihe von Themen der Dorferneuerung. Seine Vorstellungen will er in die Beratung mit der Teilnehmergemeinschaft einbringen.

Bürgermeister Roman Berr stellte einen Entwurf für die Gestaltung des Vorplatzes von Feuerwehrgerätehaus und Gemeindestadel vor. Ein Pflanzstreifen trennt darin die Pflasterflächen an der Schnittstelle der beiden Gebäude. Die Ostseite belebt eine Baumreihe. An Kosten würden 60 898 Euro anfallen. Denkbar wäre allerdings auch eine günstigere Beleuchtung. Die Förderung liegt bei 51 Prozent. Ein vorzeitiger Baubeginn wurde ebenfalls zugesagt.

Roman Berr empfahl, das Häuschen mit der Viehwaage abzureißen. Genutzt werde es nicht mehr, und wenn es stehen bleiben sollte, müsste für eine aufwendige Sanierung einiges Geld ausgegeben werden. Der Gemeinderat sah es genauso und stimmte dem Abriss zu.

Sandfarbe sympathischer

Für die Farbgestaltung der Fassaden des Feuerwehrgerätehauses und des Gemeindestadels standen ein Grauton sowie Sandfarbe zur Wahl. Auf mehr Sympathie stieß die zweite Variante. Gemeinderat Ernst Scharr riet zu einer optischen Trennung, nämlich das Feuerwehrgerätehaus weiß und den Gemeindestadel sandfarben zu streichen. Auch an eine Auflockerung der Vorderfront mit dem Gemeindewappen am Stadel und einem geeigneten Symbol am Feuerwehrgerätehaus wird gedacht.

Der kleine Abschnitt Gehweg vom Ortsrand bis zur Auffahrt zum Sportplatz soll gepflastert werden. Vor der Scheune der Brauerei Pürner wären Rasengittersteine die bessere Lösung als eine wassergebundene Schicht.

Am Kriegerdenkmal sähe die Denkmalschutzbehörde gerne wieder den ursprünglichen Eingang von der Kreisstraße her. Für das Tor müsste die Hecke an der Ortsdurchfahrt weichen. An den beiden Säulen der neuen Pforte könnten dann wie früher die Steinhelme aufgelegt werden. Die breite Hinführung zum Monument sollte mit Polygonplatten befestigt werden.

Schutzwürdig oder nicht?

Für den kurzen Fußweg zwischen Kriegerdenkmal und Schusterhaus steht eine Befestigung mit kleinen Pflastersteinen zur Debatte. Davor warnte Gemeinderat Günther Renner, weil dieses Pflaster zerstört würde, falls - wie zu erwarten sei - das Schusterhaus abgerissen wird. Über die Denkmalschutzwürdigkeit des Gebäudes habe die zuständige Behörde noch nicht entschieden, warf Bürgermeister Berr ein.

Die CSU/FB-Fraktion machte die Teilnehmergemeinschaft auf das Gefälle des Pflasters bei den Anwesen Schierl und Neumüller aufmerksam, das nach ihrem Geschmack unverhältnismäßig stark ist. Sie sollte auf eine Nachbesserung drängen oder notfalls die Abnahme verweigern.

Bei bereits erfolgten Reklamationen habe das Planungsbüro gedroht, dass die Gemeinde für Nachbesserungen bezahlen müsse, berichtete Bürgermeister Berr. Das Gremium war sich einig, dass Korrekturen ohne Kosten für die Gemeinde erfolgen müssten. Die Absenkung weiche von den Vorgaben im Plan um ein Mehrfaches ab.
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