Amazon-Streit: wenig Hoffnung

Wenige Tage vor der Frankfurter Buchmesse (8. bis 12. Oktober) hat der deutsche Branchenverband Erwartungen an eine baldige Lösung im Streit mit Amazon gedämpft. Eine Einigung über E-Book-Rabatte zwischen Verlagen und dem Online-Händler sei nicht einfach, solange Amazon weiterhin im Buchmarkt ein Monopol errichten wolle, sagte der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Alexander Skipis.

"Amazon will also der einzige Mittler zwischen Leser und Autor sein", kritisierte Skipis im Interview der Nachrichtenagentur dpa. Das US-Unternehmen wollen aber nicht nur die Strukturen im Buchhandel zerstören. "Ich glaube, der Druck auf Amazon wird wachsen, da auch andere Branchen merken, in wessen Hand sie geraten sind."

Amazon will im Streit mit einigen US- und deutschen Verlagen bei E-Books höhere Rabatte bis zu 50 Prozent. Nach Angaben des Börsenvereins hat Amazon deswegen auch die Auslieferung der gedruckten Bücher der betreffenden Verlage behindert. Amazon hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Nach Medienberichten laufen derzeit hinter den Kulissen Verhandlungen.
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